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Presse 2000 - 2011


 

 

 

Quelle MZ vom 31.01.2012

 


 

 

 


 

Kreis Wittenberg

Kleckern ist hier ausdrücklich erlaubt

erstellt 18.12.11, 20:19h, aktualisiert 18.12.11, 21:12h

 

Eike Geißler (vorn, li.) geht den Kindern mit den Formen zur Hand. (FOTO: JOCHADE)

 

Schweinitz/Klossa/MZ/ejo. Da hatten die Erwachsenen mal eine super Idee, fanden die Kinder aus Klossa. Schon tagelang vorher freuten sie sich auf die Kinderweihnachtsfeier im Ort. Aber vorher sollte es in die Kerzenmanufaktur nach Schweinitz gehen. Was sie da erwartete, wussten selbst nicht alle Eltern, denn wie bei so vielen Autofahrern, deren Weg sie tagtäglich dort vorbei führt, lag auch bei ihnen die Betonung auf "vorbei".

Umso überraschter waren vor allem die Muttis in der Manufaktur über deren Ausgestaltung und den Ideenreichtum der Inhaberinnen Silke Unger und Eike Geißler. Mit dem Öffnen der Tür befanden sich die Klossaer in einer filigranen Welt, passend zum Thema Weihnachten. Vieles aus Wachs gefertigt und bunt verziert. Voller Spannung ließen sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen in die bevorstehenden Arbeitsschritte einweisen, denn die kleinen Kerzenmacher wollten nach eineinhalb Stunden bereits ein fertiges Windlicht mit nach Hause nehmen.

Dafür hatten die Fachfrauen schon einige Vorbereitungen getroffen und Formen bereitgestellt. Oben im Raum, auf einem Brett, konnten fertige Windlichter bewundert werden. Und zwar in allen wählbaren Farben, von gelb über hellblau und orange bis hin zu rot und grün. Die Entscheidung für eine der tollen Farben fiel allen sehr schwer, hatte aber noch etwas Zeit. Zuerst wurden die Formen, die an einem kleinen, hölzernen Gestell hingen, mehrmals in weißes flüssiges Wachs getaucht. In der notwendigen Trockenzeit dazwischen wurde noch immer über die Farbwahl diskutiert.

Letztendlich aber waren es die Kinder, welche die letzte Entscheidung trafen. Die fünfjährige Charlotte Matthias, die sich zu Beginn auf eine rote Kerze festgelegt hatte, favorisierte nun doch eine orangefarbene. Und so ging es einigen Kindern, gleich ob sie drei oder dreizehn Jahre alt waren. Schön waren die Windlichter in allen Farben. Endlich waren die Tauchvorgänge vorbei und die Kerzen hatten inzwischen ihre Grundfarbe angenommen. Vorsichtig auf eine Art Blumentöpfe gestülpt, erwarteten sie nach kurzer Trocknung den letzten Arbeitsschritt der 14 Kerzenkünstler. Jetzt konnten sich die Klossaer so richtig auslassen. Hier sagte niemand, bitte nicht kleckern. Ganz im Gegenteil. Hier war kleckern Pflicht. Zumeist hielten die Muttis die zylinderförmige Kerze fest und drehten sie langsam, während mit Hilfe eines Löffels die Mädchen und Jungen auf die Außenseite des Windlichts Farben ihrer Wahl rinnen ließen. Heraus kamen farbenfrohe Unikate, Hohlkörper, die eine verbreitet. Stolz und ganz besonders vorsichtig transportierten Johann, Melina, Robert, Matti, Thorben, Alischa und all die anderen Kinder ihr zerbrechliches Werk nach Hause.

Am Nachmittag konnten dann alle dem Weihnachtsmann von ihren Erlebnissen berichten, denn der kam zu ihnen in den Dorfkrug. Da hatte er auch seinen großen Sack mit den Geschenken dabei, nachdem er ihn zunächst doch tatsächlich im Wald vergessen hatte. Das wird sicher Thomas Hensel, äh, dem Weihnachtsmann bestimmt nicht noch einmal passieren, oder?

 

Quelle: www.mz-web.de

 


Jessen

Nach 15 Jahren noch voller Ideen

VON EVELYN JOCHADE, 14.09.11, 19:48h, aktualisiert 14.09.11, 20:25h

Die Line Dancer aus Klossa kamen ebenfalls zum Gratulieren zum "Wir" e.V. in Jessen und zeigten ein paar Tänze. (FOTO: MZ)

 

JESSEN/MZ. Einige Vereine, die in den Jahren des Wandels gegründet wurden, hat der Strudel der Zeit mit sich gerissen. Nicht so den "Wir" e.V. Dafür gibt es Gründe. Einer ist sicher die Ausrichtung des Vereins. Hier hatten sich in Holzdorf sieben Frauen zusammengefunden, die ihrem Schicksal trotzen wollten, die sich weder zu alt noch für das neue Leben nicht gerüstet fühlten und dennoch in dieser neuen Welt noch nicht angekommen waren. Mit ihrer Arbeits- und teilweise Perspektivlosigkeit wollten sie sich nicht abfinden. Der Zusammenschluss gab Mut. Diese Wurzeln sind nicht vergessen.

Täglich viele Besucher

Auch deshalb hat der Verein bis heute eine starke soziale Ausrichtung. Mit Kleider- und Möbelbörse und Nähstube, um nur einige Angebote zu nennen, halfen die Landfrauen inzwischen nicht nur sich selbst, wie der Beiname des "Wir"-Vereins sagt, sondern vielen hundert Menschen. 60 bis 70 Besucher nehmen täglich verschiedenste Angebote wahr. Allerdings ist die Entwicklung des Vereins, derzeit hat er 54 Mitglieder, nicht stehen geblieben. Es dauerte nicht lange, da wurde der Standort in Holzdorf zu eng. Nach einigen Stationen in Jessen befindet sich der Hauptsitz des Vereins seit 2008 in der alten Poliklinik in der Robert-Koch-Straße. Neue Aufgabengebiete sind hinzu gekommen. Vereinsvorsitzende Margit Mehr konnte im Kräutergarten des Vereins, im Jessener Kirschweg, anlässlich des Gründungsjubiläums einiges berichten. Beispielsweise, dass der Verein seit 2004 selbständiger Träger von Beschäftigungsmaßnahmen ist, 2005 die Jessener Tafel gründete und seither ein soziales Reisebüro betreibt. Die Angebote des Vereins aber nutzen schon längst nicht mehr nur Bedürftige. Es hat sich herumgesprochen, dass im Zuge des Sparens und der Nachhaltigkeit, hier auch neuwertiges und gut erhaltenes Spielzeug zu haben ist und nicht nur Kinder hier spielen können. Kreatives Gestalten, Handarbeitsnachmittage, Sport, Gymnastik sowie Computerkurse stehen ständig auf dem Programm und mit dem Kräutergarten ist eine kleine grüne Oase entstanden.

Engagement anerkannt

In diese kamen zum Jubiläum reichlich Gratulanten. Zu ihnen zählte auch Stadtoberhaupt Dietmar Brettschneider (CDU). Neben lobenden Worten hatte er eine für den Verein sehr erfreuliche Botschaft mitgebracht: Der Bürgermeister wird, in Anerkennung des großen Engagements, die Patenschaft über den Verein und dessen Wirken übernehmen. Diese Wertschätzung der Arbeit des Vereins wird sicher den Frauen und Männern helfen, auch ihre über 25 Projekte, die sie betreiben, weiter zu führen. Eines davon ist das Haus in der Robert-Koch-Straße, welches sich als ein so genanntes Sozial-kultur-touristisches Generationshaus darstellen soll, ein anderes die "Ehrenamtsbörse".

Ihr Jubiläum hatten sie gut vorbereitet und sorgten mit einem bunten Programm mit Musik vom Jessener Herzbuben Klaus Lauterbach und Tanz der Klossaer Line Dancer für Stimmung. Die Mitglieder selbst ließen in kleinen Sketchen ihre Vereinsgeschichte aufleben. Ein Trödelmarkt, eine Tombola und natürlich Kräuter aus dem Kräutergarten in jedweder Form gegen allerlei Leiden rundeten den Tag ab. Diejenige, die sich mit den hilfreichen Gewächsen am besten auskennt, ist Adelheid Minkwitz. Sie wurde am Sonnabend von Margit Mehr mit allen Ehren offiziell als Kräuterfrau des Vereins eingesetzt. Die Ideen gehen dem Verein und seiner rührigen Chefin offensichtlich nicht aus. Am 27. September hat sie 20 Betriebe der Region zum Erfahrungsaustausch eingeladen. "Warum", so fragte sie, "sollen wir nicht eine engere Verbindung pflegen? Auf gegenseitiger Basis natürlich, denn auch wir haben einiges zu bieten." So könnte sie sich vorstellen, die Kinderbetreuung oder auch das Gelände des Kräutergartens den Unternehmen für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Unterstützung des Vereins heiße nicht zwangsläufig, dass Geld fließen müsse. Auch das Bereitstellen von Technik, wie sie zum Bearbeiten von größeren Flächen benötigt wird, wäre interessant. Schließlich bewirtschaftet der Verein rund acht Hektar Fläche.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Kreis Wittenberg

Modenschau mit Wiederverwertetem

VON EVELYN JOCHADE, 03.07.11, 20:08h, aktualisiert 03.07.11, 22:01h

Einen Hauch von Pariser Nachtleben brachten diese Damen mit ihrem Can-Can ins Festzelt, wo sie Stürme der Begeisterung auslösten. (FOTO: JOCHADE)

 

KLOSSA/MZ. Alle zermarterten sich die Köpfe darüber, wann es denn zum Klossaer Dorffest so ein "Schiet-Wetter" gegeben hatte? Es konnte sich niemand erinnern. Eine Husche schon, aber Dauerregen und kalt? Niemals!

Da musste doch was mit der Kommunikation zum obersten Wettermann, nein nicht Kachelmann, sondern Petrus, nicht funktioniert haben. Möglicherweise hatte Wilfried Globig als Chef des Heimatvereins, seinen Teller nicht abgegessen? Der Spekulationen waren einige, indes die Klossaer ließen sich ihren lang herbei gesehnten Heimatabend nicht vermiesen. Auch wenn sie die Jacken überziehen mussten, der Heimatabend als Auftakt des Festes fand statt. Und was die Zuschauer zu sehen bekamen, erwärmte sowieso ihre Herzen.

Beim Anblick der acht Sprösslinge, die den Programmreigen eröffneten, brauchte es keinen heißen Tee oder Schnaps. Sie erzählten die Geschichte vom kleinen Frosch, der unbedingt große und fette Fliegen haben wollte. Nachdem er einige Tiere ohne Ergebnis nach solchen gefragt hatte, hopste er doch fast einem Storch vor den Schnabel und vor Schreck gleich in die Rühlicken zurück. Seither soll er, so ist es überliefert, mit den kleinen Fliegen zufrieden sein, die ihm auch sehr gut schmecken.

Drinnen im Zelt erfreuten nun die Elstersänger ihr Klossa mit extra für diesen Auftritt gedichteten und komponierten Liedern. Mit "Halli, hallo das Wasser, das hatte uns im Griff. Es wurde immer nasser um unser Klossa-Schiff" und "Drei Meter vierunddreißig stand das Wasser bis zum Hals ." erinnerten die Männer an die Fluten im Herbst und im Frühjahr. Noch immer ist ja die Straße nach Löben gesperrt und das gerade neu gebaute Dorfgemeinschaftshaus stark in Mitleidenschaft gezogen.

Auch in Klossa gibt es Tratschweiber. Drei von ihnen unterhielten mit Sprüchen wie "Die Klossaer brauchen dieses Jahr kein Wassergeld zu zahlen, weil jeder seinen Vorrat im Keller hatte" vorzüglich. Doch nicht nur über das Hochwasser wussten sie etwas zu berichten. Auch soll im Dorfe ein Swinger-Club eröffnet werden. Mit dem Wissen in dieser Sache schien es bei den Damen allerdings nicht weit her zu sein, so meinte eine: "Aber man sperrt doch einen Hund in'n Zwinger." Doch dass Jenny Katze mit einem Laufenten-Erpel im Pool schwimmt und der Zuwachs in Klossa, der kleine Jacob, vier Beine hat, das musste noch gesagt werden. Gottlob, dabei handelte es sich um Jacob den neuen Esel.

Beim Durchkauen des gesamten Ortes vergaßen die Weibsen nicht, eine um die andere Flasche zu leeren, so dass Versprecher wie "Wir Klossaer stecken nicht den Sand in den Kopf" nicht verwunderten. Ähnliche Begeisterung bei den Auftritten der sieben Tanzgirls der Frauensportgruppe. Die "Hupfdohlen" rissen die gemütlich bei Bier und Wein Sitzenden regelrecht hoch, es wurde mitgesteppt und geklatscht. "Das hätten wir den Frauen gar nicht zugetraut, dass die die Beine noch so schmeißen können", scherzte ein Herr.

Höhepunkt der Veranstaltung war eine Modenschau besonderer Art. Hatten sich doch hinterm Festzeltsaal eigenartige Gestalten getummelt, kam nun ins Scheinwerferlicht, was sich da draußen zusammengebraut hatte. Zwei Müllmänner rollten je eine graue Tonne herein und siehe da, Christin und Renate steckten drin. Forthin führten sie Regie auf dem "Laufsteg".

Das Thema der Modenschau war offenbar die Wiederverwertung und so wurden tolle Ideen präsentiert. Ein Teebeuteloutfit oder eines aus Zeitungspapier. Original-Kommentar: "Wenn mal wieder nichts Gescheites in der Zeitung steht, als Kleidung taugt sie allemal." Auch ein Dress aus Milchpäckchen war zu bewundern. Selbst ein Vorschlag für das Hochzeitskleid der neuen Fürstin in Monaco ganz aus durchsichtiger Plastefolie war zu bestaunen. Eindeutig den Vogel abgeschossen aber hatte Thomas Hensel als Joghurt-Mann, der versicherte, all die Plaste-Becher und Alu-Deckel eigenhändig angebracht zu haben. Mit Abstand gewann er die Abstimmung, die über die Beifalllänge erfolgte. Da war das Zelt völlig aus dem Häuschen.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Kreis Wittenberg

Mann und Ross das Letzte abverlangt

VON H.-DIETER KUNZE, 14.06.11, 19:35h, aktualisiert 14.06.11, 19:38h

Beim Pferdetag in Klossa ging es um Sekunden und fehlerfreies Durchfahren des Parcours. (FOTO: KUNZE)

 

KLOSSA/MZ. Klossa war am Pfingstsonntag Publikumsmagnet. Der Tag des Pferdes hat sich längst als eine niveauvolle sportliche Veranstaltung herumgesprochen. So strömten die Besucher in Scharen herbei, mehr als 1 000 waren es nach den Angaben des Veranstalters. Das Gelände um den Turnierplatz war restlos zugeparkt.

Platz für Fahrer und Kutschen

Diese Probleme hatten die Kutschenlenker mit ihren Pferden und Karossen nicht. Im Fahrerlager war genügend Platz für Mann und Ross. Immerhin 28 Zweispänner, Einspänner und Vierspänner nahmen an dem Turnier teil, bei dem es um Sekunden, fehlerfreies Fahren und vor allem Geschicklichkeit ging. Organisiert hatten die Veranstaltung Thomas Hensel und Marcel Elstermann. Ohne die Mithilfe vieler Klossaer hätten sie es aber nicht in den Griff bekommen. Denn der Aufwand zum Präparieren des Parcours und der Erledigung zahlreicher Kleinigkeiten war enorm.

Es war der fünfte Tag des Pferdes in Folge. Da hatte man sich zur Eröffnung etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ein DiscJockey hatte eine Eröffnungshymne zusammengestellt, eine Victoria-Kutsche der Familie Johl aus Klossa drehte imposant ihre Runden und schließlich stiegen Brieftauben gen Himmel. Aber dann wurde es ernst. Ein recht komplizierter Parcours war zu bewältigen. Der bestand aus elf Hindernissen, die es fehlerfrei zu durchfahren galt. Da waren Strohballen im Zickzack zu passieren, winklige Hindernisse aus Balken, wo die Kutschen im 90-Grad-Winkel hindurchgesteuert werden mussten.

Neu in diesem Jahr war eine Passage, bestehend aus Sandsäcken, Relikten des Elster-Hochwassers im vergangenen Herbst und Winter, Verkehrsleitkegeln mit Bällen auf der Spitze und einer Fahrt durch sechs Benzintonnen, leer natürlich. Kinder aus Klossa hatten sie beim traditionellen Osterfeuer fantasievoll mit Motiven versehen. Das Strohballenhindernis war mit Sperrholztieren verziert. Vorbild war der Minizoo in Klossa, der Heike und Thomas Rühlicke gehört. Sie gestalteten auch die Figuren. Es gab Sprintstrecken, bei denen die Pferde vom Kutscher auf Höchstgeschwindigkeit gebracht wurden. Der Bremser auf dem hinteren Trittbrett dagegen konnte eine kurze Verschnaufpause einlegen, um dann in der nächsten Kurve mit seiner Gewichtsverlagerung, Hinauslehnen nach rechts oder links und Rucken, die Kutsche auf dem richtigen Kurs zu halten. Das Durchfahren der Hindernisse erforderte viel Können. Rechts und links waren nur jeweils fünf Zentimeter Platz. "Das ist vergleichbar mit dem Einfädeln des Garns in eine Nadel", erklärte Mario Katze. Im Wechsel mit Ina Hensel moderierte er die Rennen und gab die aktuellen Zeitwerte und die Fehler durch. Jedes an- oder umgefahrene Hindernis kostete fünf Strafsekunden.

"Ein bisschen verrückt"

Mario Katze verkündete dem Publikum: "Um eine Kutsche zu lenken und zu unterhalten, da muss man schon ein bisschen verrückt sein." Für die drei Erstplatzierten gab es eine Fleischplatte mit jeweils einem Zweier- und Vierergespannmotiv. Angefertigt wurden sie in der Annaburg Porzellan Manufaktur. Außerdem wurden Geldpreise ausgeschüttet. In der Pause trabten neben den Pferdekutschen auch ein Esel- und ein Ziegengespann zum Gaudi der Besucher gemächlich über den Parcours. Etwas in Geduld mussten sich die kostümierten Frauen der Sportgruppe Klossa üben. So hatten sie Zeit für ein Gruppenfoto mit der Ponystute Fanny. Sie stand für Reitrunden zur Verfügung und wurde von Heike Ackermann aus Purzien am Zügel gehalten. "Eigentlich gehört sie aber meiner Tochter Elisa", klärte sie lachend auf.

 

 

Quelle: www.mz-web.de

 


Kopfüber im Wasserkübel der Pferdetränke getauft

Jessen 21 Reiter der „Interessengemeinschaft Herzberger Wanderreiter“ waren am vergangenen Wochenende im benachbarten Sachsen-Anhalt unterwegs. Das Tagesziel hieß Lindwerder.

Die Herzberger Wanderreiter wurden in Klossa von den Einwohnern herzlich begrüßt. Foto: Evelyn Jochade / eja1

 

Bei der Rast im „Dorfkrug“ Klossa war man auch auf die vierbeinigen Gäste gut vorbereitet. Auf der Wiese hinter der Scheune stand genug saftiges Grün. Und große Wasserbehälter warteten auf durstige Pferdekehlen.

Einige der Wanderreitertruppe, die insgesamt rund 50 Mitglieder zählt und seit mittlerweile elf Jahren besteht, kamen von weiter her, so auch Eckehard Schaar aus Striesa, neben Monika Fritze Mitorganisator der Tour, dessen Pferd bis Klossa bereits 40 Kilometer gelaufen war. Die Ausritte der Gruppe, so berichtete Monika Fritze, gingen zumeist in Richtung Sachsen-Anhalt. Hier gebe es mit anderen Pferdefreunden viele freundschaftliche Kontakte. Klöden und Steinsdorf kenne man, nun gehe es nach Lindwerder. Doch zunächst ließen die Wanderreiter sich beim gemütlichen Ritt durch Klossa bestaunen. Dass diese Gangart manchem Gaul nicht immer recht sei, wussten Sarah (14) und Angelina (16) zu berichten. Deren Pino (11) und Whisky (4) sprinteten gern mal eine Strecke. Um das Gemüt der flotten Ponys abzukühlen, badeten sie unterwegs kurz in einem Gewässer. Ebenfalls Bekanntschaft mit Wasser machten auf der Wiese vom Klossaer Dorfkrug Emil (7) und Edwin (6). Die beiden jüngsten Wanderreiter wurden, wie das üblich ist, auf ihrem ersten selbstständigen Ausritt kopfüber im Wasserkübel der Pferdetränke getauft.

In Klossa aber werden sie bald wieder zu sehen sein. Allerdings anders als gedacht, denn die Wanderreiter aus Herzberg haben auch noch eine interessante Passion. Sie sind Schauspieler zu Pferde. Zu erleben waren sie schon beim Herzberger Tierparkfest mit dem Stück: „Der Weg nach Westen“. Dieses Stück werden sie auch zum Klossaer Pferdemarkt im Juni aufführen.

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Kreis Wittenberg

Eine Taufzeremonie für junge Wanderreiter

VON EVELYN JOCHADE, 16.05.11, 19:36h, aktualisiert 16.05.11, 20:03h

 

Die Wanderreiter ziehen hoch zu Ross in Klossa ein. (FOTO: E. JOCHADE)

 

KLOSSA/MZ. So muss es damals, als die Kavallerie noch fester Bestandteil in Armeen war, ausgesehen haben: Berittene tauchen aus dem Wald auf. Heutzutage ist dieser Anblick, der sich am Annaburger Forst bot, selten geworden. Da steuerten 21 Reiter Löben an, überquerten die Kreuzung und setzten ihren Weg Richtung Klossa fort. Allen voran wehte eine kleine Fahne mit einem großen "A" drauf, was früher, wie erklärt wurde, das Zeichen für Kavallerie bedeutete.

Obwohl sie mit ihren Cowboyhüten teilweise wild und gefährlich aussahen, hatten die Männer, Frauen und Kinder aus dem Brandenburgischen in ganz friedlicher Absicht die Landesgrenze überschritten. Es waren Mitglieder der "Interessengemeinschaft Herzberger Wanderreiter", die auf dem Weg zu ihrem Tagesziel Lindwerder im "Dorfkrug" Klossa Rast machen wollten. Auf der Wiese hinter der Scheune stand genug saftiges Grün, große Wasserbehälter warteten auf durstige Pferdekehlen.

Einige der Wanderreitertruppe, die rund 50 Mitglieder zählt und seit elf Jahren besteht, kamen von weiter her. So Eckehard Schaar, neben Monika Fritze Mitorganisator der Tour, dessen Pferd mit ihm aus Striesa kommend bereits in Klossa 40 Kilometer unter die Hufe genommen hatte.

Zumeist führen die Ausritte, so berichtete Monika Fritze, in Richtung Sachsen-Anhalt. Hier gebe es zu anderen Pferdefreunden viele Kontakte. Klöden und Steinsdorf kenne man, nun gehe es nach Lindwerder. Dort wolle man in den Pensionen Jungnickel und Quandt übernachten und die Trakehner, Warmblüter und Reitponys gut unterstellen. Zunächst aber ließ man sich beim gemütlichen Ritt durch Klossa bestaunen.

Dass diese Gangart manchem Gaul nicht immer recht sei, wussten Sarah (14) und Angelina (16) zu berichten. Deren "Pino" und "Whisky" sprinteten gern mal eine Strecke. Um das Gemüt der flotten Ponys abzukühlen, badeten sie unterwegs mal kurz in einem Gewässer. Ebenfalls Bekanntschaft mit Wasser machten auf der Wiese vom "Dorfkrug" Emil (7) und Edwin (6). Die beiden jüngsten Wanderreiter wurden, wie es üblich ist, auf ihrem ersten selbständigen Ausritt getauft, einfach kopfüber im Wasserkübel der Pferdetränke, was ihnen großen Spaß bereitete.

Nach ausführlicher Erholungspause brachen sie auf nach Lindwerder. In Klossa aber werden sie bald wieder zu sehen sein. Allerdings anders als gedacht, denn die Wanderreiter aus Herzberg haben auch noch eine interessante Passion. Sie sind Schauspieler zu Pferde. Beim Tierparkfest zeigten sie das Stück "Der Weg nach Westen". Und wer nicht die Gelegenheit hatte, dies in Herzberg zu sehen, der bekommt zum Klossaer Pferdemarkt im Juni eine zweite Chance.

 

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Kreis Wittenberg

Kakao-Bohnen dienen als Zahlungsmittel

VON EVELYN JOCHADE, 20.04.11, 20:00h, aktualisiert 20.04.11, 20:09h

200 Kilogramm wiegt die größte Hallorenkugel der Welt. Die hätte für alle Klossaer Floriansjünger gereicht. (FOTO: E. JOCHADE)

 

KLOSSA/MZ. Die Idee war einfach: Klossaer Feuerwehrleute, die vor nicht allzu langer Zeit einen erbitterten Kampf gegen die Wassermassen der Elster führten, wollten sich einen schönen Tag in Halle gestalten. Mit zwei Kleintransportern starteten sie frühmorgens und erreichten nach rund 120 Kilometern die sachsen-anhaltische Kulturhauptstadt. Geplant war kein normaler Besuch von Sehenswürdigkeiten. Vielmehr sollten die 14 Frauen und Männer etwas Süßes, etwas Schönes und etwas Himmlisches geboten bekommen.

Und da das Osterfest nah ist, steuerten sie zunächst einmal ein riesiges Fabrikgebäude an. Hier in der Halloren Schokoladenfabrik AG, der ältesten noch produzierenden in ganz Deutschland, erfuhren die Klossaer bei einer Betriebs- und Museumsbesichtigung, dass die Kakao-Pflanze bereits von den Olmeken, einem vor 3 500 Jahren lebenden amerikanischen Volk, genutzt wurde.

Die in der Kakao-Schote enthaltenen 30 bis 50 Bohnen wurden später nicht nur als Genussmittel der Herrscher, sondern auch als Zahlungsmittel verwandt. Noch im 13. Jahrhundert bekam man für 100 von ihnen einen männlichen Sklaven. Eine Frau, so erklärte Gero Sievers, Historiker und Museumsführer, den amüsierten Besuchern, kostete lediglich 50 Kakaobohnen. Die Deutschen, die pro Kopf rund 60 Kilogramm Fleisch im Jahr verspeisen, halten sich bei Kakao-Produkten zurück. Lediglich knapp elf Kilo werden konsumiert. Modern wurde die Schokolade an den europäischen Höfen um 1700. Allerdings als Getränk. In silbernen Kannen wurde sie serviert und weder Goethe noch Casanova reisten ohne ihr Kakaokännchen. In Halle bekam man das fürstliche Getränk bereits 1870 im Café David serviert und noch vor 1890 kreierten die Davids die "Mignon-Praline", die im In- und Ausland sehr gefragt war. 1896 begann die industrielle Produktion am heutigen Standort, in der Blütezeit mit 2 500 Mitarbeitern. Nach dem Krieg wurde der Betrieb unter dem Namen "Halloren" weitergeführt. Die Hallorenkugel, wie sie auch heute auf vielen Zungen zergeht, ist den Knöpfen der Festtracht der halleschen Saline-Arbeiter nachempfunden. Das weltweit größte Exemplar versuchten die Klossaer im Museum im wahrsten Sinne zu erfassen, besser: zu umfassen. Sieben von ihnen waren nötig. Immerhin hat diese süße Verführung ein Gewicht von 200 Kilogramm. 160 davon sind Sahne-Cacao-Creme, der Rest ist Zucker. Auf die Frage von Sievers, wie es denn heute mit dem Schoko-Hunger aussehe, kam prompt von allen Seiten die Antwort: "Heute ist es ganz schlimm!"

Dass Schokolade glücklich, schön und fruchtbar macht, wusste schon Montezuma. Nachdem die Klossaer einen Blick auf die "Gläserne Produktion" geworfen hatten und erläutert bekamen, hier würde eine 15 Meter lange Nougatstange produziert, war es mit der Beherrschung der Naschkatzen vorbei. Erst recht als Gero Sievers hinzufügte, dass die Mitarbeiter angehalten seien zu probieren. "Ich könnte hier nicht arbeiten", meinte Sylvia Schlobach, "ich wär' hier so was von glücklich ." Doch die Probierpralinen konnten beim nächsten Programmpunkt, dem Aufstieg auf die Burg Giebichenstein, wieder abtrainiert werden. Ein wunderschöner Blick ins romantische Saaletal, gepaart mit den Attraktionen eines Ritterfestes, entschädigte für die Anstrengung. Süßes und Schönes waren nun geschafft.

Anschließend nahmen die Floriansjünger mit dem Landesmuseum für Vorgeschichte das Himmlische ins Visier. Während eines professionell begleiteten Rundganges konnten sie sich die berühmte Nebraer Himmelsscheibe ansehen, die wie alle ausgestellten Stücke des Museums den Besuchern im Original gezeigt wird.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Kreis Wittenberg

Noch einiges nachzuholen

VON KLAUS ADAM, 01.04.11, 19:46h, aktualisiert 01.04.11, 20:43h
 
JESSEN/MZ. Ein sehr differenziertes Bild ergab die diesjährige Grabenschau des Unterhaltungsverbandes Schwarze Elster. Sieben Schaugruppen waren zwischen Klebitz und Prettin unterwegs, um die Zustände am Gewässersystem zweiter Ordnung zu erkunden. Unter anderem Ortsbürgermeister, Vertreter der Stadtteilbeiräte, Chefs und Mitglieder von Agrarbetrieben sowie Mitarbeiter von unterer Wasser- und Naturschutzbehörde registrierten mit wachen Augen Umstände, die womöglich das Funktionieren des Grabensystems behindern könnten. Danach trafen sie sich zur Auswertung mit dem Vorsitzenden des Unterhaltungsverbandes, dem Jessener Bürgermeister Dietmar Brettschneider (CDU), im Jessener Schützenhaus.

Deutlich wurde, so fasste er es auch in seinem Vier-Punkte-Fazit zusammen, dass es derzeit im Gegensatz zu früheren Jahren enormen Nachholbedarf gibt. Bedingt allerdings durch die Umstände. Wegen der immensen Niederschläge seit dem Sommer und dem ausgesprochen feuchten Herbst konnte der Unterhaltungsverband lange nichts an den Gräben tun, erinnerte Brettschneider. "Wir müssen sehen, das, was seinerzeit nicht geschafft wurde, nun zu erledigen."

Wenn allerdings die Niederschlagssituation so bleibe, wie in den zurückliegenden Wochen, "dann haben wir bald dieses Jahr ganz andere Sorgen", sprach der Vorsitzende des Verbandes die seither in der Region fehlenden Niederschläge an.

Im Moment allerdings, so hatten einige Schaukommissionen resümiert, steht das Grundwasser noch so hoch, dass Keller davon betroffen sind. Ein Aspekt, der in Bezug auf die erlebte Hochwasser- und hohe Grundwassersituation bei der Grabenschau besonders betrachtet wurde, sind die Stauanlagen und Verrohrungen, die noch aus Zeiten der umfassenden Melioration unter einigen landwirtschaftlichen Flächen liegen. Darauf machten einige in der Auswertung aufmerksam. Brettschneider schlug vor, abzuklopfen, ob die Wasserrahmenrichtlinie Möglichkeiten birgt, Verrohrungen "rauszureißen, die wir nicht mehr brauchen". Da dies "etwas mit Geld zu tun" habe, sollte es auf diese Art versucht werden, "erst mal ohne Erhöhung von Beiträgen". "Denn wir wissen, dass sich das Land aus seiner Verantwortung rausgestohlen hat", interpretierte er den Umstand, dass die Unterhaltungsverbände weniger Finanzausstattung erhalten. "Wenn wir im Moment etwas tun wollen, können wir das nur selber bezahlen", so der Verbandschef. Er appellierte allerdings auch an die Landwirte. Wenn sie Gräben graben, um das Problemwasser von den Flächen zu bekommen, "das ist in Ordnung, aber sie müssen dann, wenn die Gräben nicht mehr gebraucht werden, die Schäden auch wieder beseitigen". Und dies nicht dem Unterhaltungsverband zuschustern wollen, fügte er an.

Die Sprecher der sieben Schaukommissionen hatten zuvor zahlreiche Details aufgelistet, wo etwa an Gräben noch Kraut gezogen oder schon gezogenes beseitigt werden muss. Verbands-Geschäftsführerin Elke Sebastian sicherte zu, dass die Mitarbeiter jetzt zugange sind, die prekären Stellen systematisch abzuarbeiten. Karlheinz Thiele von der Holzdorfer Agrargenossenschaft machte auf Verrohrungen zum Schweinitzer Fließ aufmerksam, die nicht abzuschiebern sind. "Erschüttert" zeigte er sich vom Wartungszustand der Kremitz. Die Genossenschaft wolle Wiesen bei Klossa wieder nutzbar machen und in diesem Zusammenhang machte er Vorschläge zur Wasserregulierung.

Einen Erfolg ihrer Bemühungen verkündete Elke Sebastian. Aufgrund der erlebten Hoch- und Grundwassersituation seien weitere Agrargenossenschaften bereit, sich um Stauanlagen auf ihren Flächen zu kümmern. So zum Beispiel im Lebiener Bereich. Auch der Axiener Genossenschaftschef Gerhard Böhme hatte dies angemerkt: "Wenn wir unsere Staue nicht selber in Ordnung halten - jemand anders kommt nicht."

 

 

Quelle: www.mz-web.de

 

 


Kreis Wittenberg

Verband begibt sich auf die Grabenschau

erstellt 21.03.11, 20:48h, aktualisiert 21.03.11, 21:06h
 
KLEINKORGA/MZ. In sieben Schaugruppen sind Mitglieder des Unterhaltungsverbandes "Schwarze Elster" mit Sitz in Kleinkorga am Mittwoch, 30. März, ab 8 Uhr unterwegs zur diesjährigen Grabenschau. Alle Gewässer zweiter Ordnung werden in den einzelnen Bereichen unter die Lupe genommen.

Für den Bereich Dixförda bis Neuerstadt ist Treff an der Verwaltung der Glücksburg Agrar e.G. in Zwuschen. Für den Bereich um Holzdorf, einschließlich Schweinitz und Klossa ist Treff an der Verwaltung der Genossenschaft Holzdorf in Mönchenhöfe. Der Seydaer Bereich von Arnsdorf bis Mark Zwuschen trifft sich in Seyda bei den Seydaland-Betrieben. Für Purzien, Annaburg, Groß Naundorf und Bethau ist Treff am Landgut Heideck in Purzien. Die Kommission für den Elbauebereich von Grabo bis Schützberg startet an der Agrargenossenschaft "Elstermündung" in Schützberg. Das System im Prettiner Bereich, einschließlich Schöneicho und Gerbisbach, wird ab Verwaltung Landgut "Elbeland" in Axien begutachtet. Naundorf, Elster und Iserbegka gehören zu dem Part, für den Treff an der Agrargenossenschaft in Leetza ist.

Für die einzelnen Bereiche sind drei Schaubeauftragte festgelegt, erfuhr die MZ aus dem Unterhaltungsverband. Interessierte Anwohner können teilnehmen.

Nähere Informationen zu den Schaubereichen erteilt die Geschäftsstelle des Unterhaltungsverbandes Schwarze Elster unter Tel. 035384 / 2 04 10.

 

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Kreis Wittenberg

Bandwurm bei Fuchs festgestellt

erstellt 08.03.11, 18:59h, aktualisiert 08.03.11, 19:46h

Ein Fuchs hat einem Hasen geschlagen. (FOTO: ARCHIV/DPA)

 

JESSEN/MZ/GZN. Bei einem Fuchs, der Ende Januar nahe Klossa erlegt wurde, ist bei der routinemäßigen Untersuchung der Veterinärbehörde ein Fuchsbandwurm-Befall festgestellt worden. Das bestätigte jetzt Amtstierarzt Dr. Harald Kasan. Werden Fuchsbandwurm-Eier verschluckt, können sie auch beim Menschen die lebensbedrohliche Krankheit Alveolare Echinokokkose, kurz AE, hervorrufen.

Zwei Tiere eingeschickt

"Zwei Füchse wurden von einem Jäger aus Schweinitz eingeschickt, aber nur bei einem konnte der Parasit nachgewiesen werden", informierte Kasan. Im Raum Jessen soll das zum ersten Mal seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2000 der Fall gewesen sein. Wie er weiter mitteilte, sei der Erreger aber unter anderem in Bad Schmiedeberg, Straach, Rotta, Apollensdorf und im Fläming nachgewiesen worden. Ein erhöhter Befall sei aus der Region um Sangerhausen bekannt.

Die Larven entwickelten sich in der Leber. Die fortschreitende Organschädigung führe unbehandelt zum Tod. Die Inkubationszeit werde mit zehn bis 15 Jahren angegeben. "Auch Hunde und Katzen, die in Wäldern umher strolchen, gelten als mögliche Überträger, weil sich die Erreger in deren Fell festsetzen können und so direkten Kontakt mit Menschen bekommen", erklärte der Amtstierarzt. Die Jessener Jägerschaft sei darüber informiert, dass beim Erlegen von Füchsen besondere Vorsicht geboten ist, wie ihr Vorsitzender Dietmar Brettschneider wissen ließ. So müssen beim Abbalgen von erlegten Füchsen Handschuhe und Mundschutz getragen werden.

Mehr infizierte Füchse

Bedenklich stimmt, dass - wie auf der Internetseite des Landesamtes für Verbraucherschutz zu erfahren ist - der Anteil infizierter Füchse im Landesdurchschnitt von Sachsen-Anhalt über die vergangenen zehn Jahr um zehn auf etwa 25 Prozent angewachsen sei. Allerdings soll, so das Landesamt, nicht jede Aufnahme von Parasiteneiern auch zur Infektion führen. Aufgrund der langen Inkubationszeit bleibe die Krankheit lange unentdeckt. Meist würden Schmerzen im Oberbauch auftreten, die auch andere Ursachen haben könnten. Seit der Meldepflicht sei bisher in Sachsen-Anhalt noch kein Erkrankungsfall bekannt geworden.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


«Geschäftsidee» auf Zempertour

erstellt 02.03.11, 20:37h, aktualisiert 02.03.11, 20:47h

 

Eine bunte Truppe hatte sich zum Klossaer Kinder-Zempern eingefunden. Am Ende war der Kinderwagen reichlich mit Süßigkeiten gefüllt. (FOTO: JOCHADE)

 

KLOSSA/MZ/EJO. Dass die Einwohner von Klossa kinderfreundlich sind, hat sich schon herumgesprochen. Aber so sehr? Da kamen doch tatsächlich die elf Zemperkinder mit einem prall beladenen großen Kinderwagen von ihrer "Betteltour" zurück. Gefüllt mit allerlei Süßigkeiten. Von Gummibärchen über verschiedenste Kekssorten bis hin zu Schokolade in jeglicher Form. Ein Schlaraffenland für jedes Leckermäulchen.

Doch wenn auch die Augen der Kinder beim Anblick des überfüllten Wagens verräterisch blitzten, Anfassen war nicht. Gucken und Staunen ob der Freizügigkeit der Nachbarn schon. Blumenfrau Sabine schob das Gefährt demonstrativ in die Ecke des Dorfkrug-Saales und erklärte: "Das ist alles für die kommenden Veranstaltungen. Für den Kindertag beispielsweise." Ohnehin brauchten die Kinder nach dem langen und anstrengenden Weg durch das Dorf eine richtige Stärkung. Die brachte Egbert Uhde in einem großen dampfenden Kessel. Buchstabensuppe und dazu noch ein heißer Tee. Da tauten nicht nur kalte Zehen auf, sondern auch die Münder.

 

Und wer etwas fußlahm geworden war, hatte jetzt Gelegenheit, sich zu erholen. Doch das waren weniger die Kinder. Vielmehr betraf es die Erwachsenen, die die Zempertour begleiteten und die nicht minder toll kostümiert daherkamen. Neben der schon genannten Blumenfrau waren ein Schotte darunter und auch allerlei Getier. Ein süßes Häschen hoppelte immer hinter den Löwen Claudia und Yvonne her, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihrer neuesten Beschäftigung nachgingen: Dem "Synchron-Schwanz-Schwingen". So auch während des Besuchs bei Sieglinde und Gerald Schlobach, die wie die meisten Klossaer schon auf die Zemperkinder gewartet hatten. Da gab es etwas für den Kinderwagen und was zur Stärkung. Aber erst nachdem die Gabenheischer einen schönen Reigen getanzt hatten.

 

An dem beteiligten sich sogar zwei ausgebrochene Sträflinge, die bisher offensichtlich durch die überschwemmungsbedingte, zeitweilige Insellage von Klossa noch niemand entdeckt hatte. Die passten mit dem jungen Jack Sparrow zusammen, bekannt aus dem Streifen "Fluch der Karibik" und auch mit diversen Hexen.

 

Erik Müller, Jüngster in der bunten Schar ließ sich mit seinen knapp über zwei Jahren nicht vom martialischen Aussehen seiner Mitläufer schrecken. Ihm, aber auch allen anderen machte die Zemperei sichtlich Spaß, was bei strahlendem Sonnenschein auch nicht verwunderte.

 

Lediglich "Klofrau" Uta, die den Rundgang durch den Ort gleich als Werbefahrt für ihren "Mobilen Toiletten Reinigungsservice" nutzte, war mit dem Ergebnis des Tages - mangels Kundenzulauf - nicht ganz zufrieden. Dabei hatte sie alle notwendigen Utensilien an und in der Kittelschürze. Wer also die clevere Geschäftsidee nutzen möchte, kann sich bei ihr melden.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


Tierische Therapiestunde mit Streicheleinheiten

VON GABI ZAHN, 01.03.11, 21:01h, aktualisiert 01.03.11, 21:21h

Elli Becker, Ursula Hamann und Martha Knittler (von links) freuen sich über die kuschligen Gäste, die Andreas Sturm aus Klossa mit ins Feierabendheim gebracht hat. (FOTO: G. ZAHN)

 

JESSEN/MZ. Mit seinen sieben Schäferhundwelpen hat Andreas Sturm aus Klossa am Sonntag etwas Besonderes vor. Sorgsam hebt er deshalb auf dem heimischen Hof einen nach dem anderen in die geräumige Transportbox. Ein bisschen fiepen die vier Wochen alten Welpen zunächst ohne ihre Mutter. Doch die vertraut ihrem Herrchen und zieht sich zurück, sobald das Auto außer Sichtweite ist. Das ungewohnte Motorengeräusch wirkt eher beruhigend auf die Kleinen. Allzu lang dauert die Fahrt nach Jessen ohnehin nicht, wo Andreas Sturm vor dem Feierabendheim hält. Dort werden er und die Welpen von vielen Senioren im großen Saal erwartet.

Mit jedem Hundebaby mehr, das Sturm aus der Box holt, wächst die Begeisterung in der Runde. Das "Mini-Rudel" mutet zu putzig an. Sieben mal vier winzige Beine wagen sich etwas tapsig übers Parkett. Ein Welpe ist besonders mutig, bleibt an zwei großen Beinen stehen und schnuppert. Die gehören Christa Nitzsche, die einladend auf ihren Schoß klopft. "Madam" möchte hoch, schafft es aber noch nicht. "Ein paar Wochen später würde sie schon springen", sagt Andreas Sturm und hilft nach.

"Eine Sie?", fragt Christa Nitzsche. Der Züchter erklärt: "In diesem Wurf ist sie das einzige Hunde-Mädchen. Man erkennt sie an ihrem Langhaar. Ihre Geschwister haben das nicht." Bald haben auch die "Jungs" Tuchfühlung mit den Senioren aufgenommen. Pflegerin Karin Schiepe nimmt sich mit Erlaubnis von "Hundevater" Sturm einen der Kleinen und besucht mit ihm Heimbewohner, die ihr Bett nicht verlassen können. Die freuten sich über den außergewöhnlichen Kuschelgast sehr, berichtet sie anschließend. Die anderen Senioren lauschen aufmerksam, was Andreas Sturm berichtet.

Für ihn und seine Familie sei Zucht nur ein gelegentliches Hobby. "Das letzte Mal gab es vor acht Jahren Hundenachwuchs. Auch damals war ich hier im Feierabendheim und habe mit Staunen beobachtet, was schon ein so kurzes Miteinander zwischen Heimbewohnern und Welpen ausmacht. Es ist ein Geben und Nehmen. Für die Tiere ist der gute Kontakt zu Menschen in den ersten Lebenswochen sehr wichtig. Wenn dieser nicht gelingt, kann es schlimme Folgen haben. Schreckliche Dinge passieren durch aggressive Hunde, auch durch solche, die keine direkten Kampfhunde sind. Letztendlich ist aber meist menschliches Versagen der Hundehalter daran schuld", erklärt Sturm seinen Standpunkt. Etwa mit der 16. Lebenswoche sei die Prägung der Welpen abgeschlossen und die Erfahrungen, die sie bis dahin mit Menschen machten, ausschlaggebend für Charakter und Verhalten des heranwachsenden Tieres.

"Die Welpen erkunden die ungewohnte Umgebung. Und natürlich genießen sie die Streicheleinheiten", sagt der Klossaer schmunzelnd und zeigt auf Ursula Hamann, die mit einem Mal gleich zwei Hundebabys auf dem Schoß hat. "Wir hatten selbst früher einen Hund. Ich weiß mit so einem kleinen Kerl umzugehen", berichtet sie froh. "Der Kontakt zu den Tieren ermuntert unsere Heimbewohner zum Reden. Sie verspüren Verantwortung für das Tier, das gerade in ihrem Arm kuschelt", sagt Karin Schiepe und blickt reihum in frohe Gesichter.

Viel zu schnell ist allen die Zeit vergangen, als die Uhr schließlich die Mittagsstunde ankündigt. Mit guten Wünschen für ihn und die Welpen verlässt Andreas Sturm das Feierabendheim. In der Box ist es auf der Heimfahrt etwas ruhiger. Die Kleinen schlummern im Schaukelrhythmus des Wagens zufrieden bis vors heimische Hoftor.

 

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Quelle: MZ vom 22.12.2010

 


 

Kreis Wittenberg

Verliebt in scheue Tauben-Schönheiten

VON EVELYN JOCHADE, 20.10.10, 18:03h, aktualisiert 20.10.10, 19:10h
 

Der Holzdorfer Taubenzüchter Wolfgang Sommerfeld inmitten seiner aufgeregten geflügelten Schönheiten (FOTO: JOCHADE)

 

HOLZDORF/ANNABURG/MZ. "Einmal Taubenzüchter - immer Taubenzüchter!" Wolfgang Sommerfeld, der bekannte Steinmetz aus Holzdorf lacht. Was er damit meint ist klar. Immerhin ist das von Kindesbeinen an, sein Hobby.

"Und ich habe schon immer die hier gezüchtet, das waren und sind meine Lieblinge." Spricht es und greift vorsichtig eine Silberschuppen-Startaube, hält sie fachmännisch in der Hand und zeigt auf deren besondere Zeichnung. "So müssen die aussehen. Mit weißen Punkten auf den Flügelspitzen." Täglich mindestens eineinhalb Stunden investiert er in die Haltung und Pflege seiner Tiere.

Die Rasse der Startauben, die ihren Ursprung im Schwarzwald hat und von denen er ebenfalls schwarze und blaue züchtet, ist sehr scheu. Aufgeregt flattern die Täubchen, die zu den so genannten Farbentauben gehören, in der Voliere hin und her und beäugen ihren Ziehvater.

Der muss alsbald eine Entscheidung treffen, welche der Tauben er mitnehmen wird nach Annaburg zur Schau des Landkreises Wittenberg. Doch noch stecken einige Vögel in der Mauser. Erst wenn diese abgeschlossen ist, sieht der Züchter, ob sich die Taube zur Ausstellung und zur Zucht eignet.

In Annaburg wird der Kreismeistertitel vergeben, den das Vorstandsmitglied des ausrichtenden Annaburger Vereins im Jahr 2005 schon einmal erringen konnte. Aber auch der Bürgermeisterpokal der Stadt Annaburg lockt.

Wolfgang Sommerfeld stammt aus Mönchenhöfe. In Klossa, die alte Brücke existierte damals noch, ging er die ersten Jahre zur Schule. Im Jahr 1967 war es, da nahm ein alter Geflügelzüchter aus Klossa mehrere Jungs mit, zeigte ihnen seine Tauben, erklärte ihnen alles und weckte ihre Neugier sowie ihr Interesse. Im gleichen Jahr noch traten sie dem damaligen Geflügelverein Annaburg bei.

"Es kamen die ersten Ausstellungen, die ersten Erfolge und Preise. Die meisten", erzählt Wolfgang Sommerfeld, "sind heute noch, wie ich auch, dabei. Die Gemeinschaft im Verein ist einfach toll. Es ist nur schade, dass sich so wenig junge Leute für unser Hobby begeistern." Möglicherweise wird sich das am Wochenende schon ändern, wenn 420 geflügelte Schönheiten in der Schlossstadt ihren Charme versprühen.

Die Kreistaubenausstellung mit angeschlossener Ortsschau hat am 23. Oktober von 9.30 bis 17 Uhr und am 24. Oktober von 9.30 bis 16 Uhr offen. Ausstellungsort ist die Turnhalle am Kellerberg in Annaburg.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Blick auf Kartoffeln lässt nichts Gutes ahnen

VON FRANK GROMMISCH, 19.08.10, 17:48h, aktualisiert 19.08.10, 19:43h

Heiko Thomaschewski (Mitte) von der Landesanstalt erläutert in Gadegast die Ergebnisse im Kartoffelanbau. (FOTO: TH. CHRISTEL)

GADEGAST/MZ. Vor mehreren Kisten mit frisch geernteten Kartoffeln steht Edith Trojandt aus Klossa und macht sich Notizen. Sie nutzt die Zeit bis zur offiziellen Eröffnung des Feldtags der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, auf Parzellen zwischen Gadegast und Naundorf, um sich Empfehlungen der Fachleute aufzuschreiben. Dabei haben sie und ihr Mann bereits einige Unterschiede ausgemacht.
Das Ehepaar, das den Ruhestand genießt, beschäftigt sich in seiner Freizeit auch mit dem Kartoffelanbau. Sechs verschiedene Sorten gedeihen auf dem Grundstück in Klossa. Der Renner ist bei den Trojandts "Baccara". Von einer Staude der Frühkartoffelsorte haben die Trojandts 45 ordentliche Knollen geerntet. Umstehende Landwirte und Hobbygärtner staunen über dieses herausragende Ergebnis. "Unsere sind größer als die hier" sagt Edith Trojandt und weist auf die Kiste mit den Knollen vom Versuchsacker. Bei anderen Sorten ist es andersherum. "Die wachsen hier besser als bei uns." Die "Baccara"-Knollen sehen nicht allein ansprechend aus, "sie schmecken auch hervorragend", lobt Erich Trojandt. Auch als Pellkartoffeln seien sie gut geeignet.
In Kartoffel-Anbaubetrieben würde man sich solche Ergebnisse wie in Klossa wünschen. Doch auf den großen Flächen ist die Situation eine andere. Der Regen nach der 50 Tage währenden Trockenzeit im Juni und Juli brachte keinen Segen, sagt Eckhard Koch, Leiter der Versuchsstation Gadegast. Und der Anblick der Pflanzen auf den Feldern lasse nichts Gutes ahnen.
Zu den Ursachen gehört, dass es in der Trockenperiode gerade einmal 15 Millimeter Niederschlag gab und an 15 Tagen die Temperaturen über 30 Grad Celsius lagen und sogar Spitzenwerte von 38 Grad erreichten. Da mussten sogar Feldarbeiten in praller Sonne eingestellt werden, um nicht die Gesundheit des Personals zu gefährden, wie Eckhard Koch anmerkt. Die Hitze hat nicht allein den Menschen, sondern auch den Kartoffeln zugesetzt. Im Gegensatz zum Mais, der sich nach den kräftigen Niederschlägen ab der zweiten Juli-Hälfte auf etlichen Feldern sichtbar erholte, erfüllten sich ähnliche Hoffnungen bei den Kartoffeln nicht.
Und beim Getreide? Auch da sieht es in einigen Agrarbetrieben nicht rosig aus. Noch immer sind Roggen- und Weizenfelder nicht abgeerntet, weil die niederschlagsreiche Witterung in den vergangenen Monaten das einfach nicht zugelassen hat. "Wir stehen seit Wochen im Regen. Das hat uns Landwirten das Genick gebrochen", spitzt Dr. Gerhard Hartmann von der Landesanstalt zu. Jeder Tag der verstreicht, erhöht die Verluste. Die Produktion von Qualitätsgetreide werde zunehmend in Frage gestellt, so Hartmann. Auch das Gewinnen von Saatgut leide unter diesen Bedingungen. Der Leiter regionale Feldversuche und Sortenprüfung empfiehlt Landwirten, die Schuld nicht allein in den Witterungsbedingungen zu sehen. Bei ausgewogenerer Fruchtfolge hätten sich Agrarbetriebe einigen Ärger ersparen können. So habe die Wintergerste gute Erträge gebracht, immerhin 86,9 Dezitonnen je Hektar auf den Versuchsflächen nach 72 Dezitonnen im vergangenen Jahr und 66 Dezitonnen 2008. Beim Raps wurde das Vorjahresergebnis leicht unterschritten, 55 Dezitonnen je Hektar seien eingebracht worden. Für Roggen, Triticale und Weizen liegen wegen der noch laufenden Ernte keine aktuellen Zahlen vor.
Als die Schar der Feldtag-Gäste in Interessengruppen für Mais bzw. Hackfrüchte aufgeteilt wird, folgen Edith und Erich Trojandt natürlich jenem Personenkreis, der sich über die Versuche zum Kartoffelanbau informiert. "Bei jedem Feldtag gibt es interessante Informationen", loben sie diese Form des Erfahrungsaustauschs.

Quelle: www.mz-web.de


 

Pferdetag

Rasante Kutschen-Rennen auf Parcours an der Rülicke

VON H.-DIETER KUNZE, 25.05.10, 18:30h, aktualisiert 25.05.10, 20:01h

Derartig packende Rennszenen bekam das Publikum am Pfingstsonntag in Klossa immer wieder zu sehen. (FOTO: KUNZE)

 

KLOSSA/MZ. Wiehern, Hufeklappern, Kutschen in rasanter Fahrt, tollkühne Männer auf dem Trittbrett und peitschenknallende Wagenlenker, die Zügel fest in der Hand, immer wieder zentimetergenau aufs nächste Hindernis zusteuernd. All das war hautnah beim vierten Tag des Pferdes in Klossa an der Rülicke zu erleben.

Organisator und Mitlenker im Zwei- und Vierradgespann Thomas Hensel aus Klossa hatte sich alle Mühe gegeben, um annähernd 1 000 Zuschauer, so viele wie nie zuvor, nicht zu enttäuschen. Dabei konnte er auf die Unterstützung der Klossaer rechnen, die Mitglieder des Heimatvereins brachten sich in die Organisation ein. Der Parcours war anspruchsvoll, elf Hindernisse galt es möglichst fehlerfrei zu meistern. Seien es eng gestellte Leitkegel mit Ball darauf, Tonnen, Strohballen, ein Birkenwäldchen oder rechtwinklige Kurven mit Balken ausgelegt, all das forderte Pferden und Kutschern so einiges ab. Denn jedes gestreifte oder überrollte Hindernis bescherte Strafsekunden. So um die zwei Minuten dauerte jede Fahrt. Unter dem Beifall der etwa 1 000 Besucher gab Moderator Ekkehard Schaar aus Striesa bei Herzberg jedes Mal die Resultate bekannt. Es war ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen bei den 16 Zweispännern, die an den Start gingen. Sieger nach zwei Durchgängen wurde Mike Baer aus Jeßnitz, gefolgt von Rainer Lehmann, Uthausen, und dem Brehnaer Daniel Schlüter.

Die Königsklasse, nämlich die Vierspänner, war mit vier Kutschen belegt. Für diese spannenden Rennen wurden die Kurvenradien erweitert, die Schikanen aus rot-weißen Balken etwas entschärft. Für den Initiator des Kutschenrennens, Thomas Hensel, war es ein innerer Vorbeimarsch. Er errang mit seinen Rossen den Sieg vor Manuel Olitzsch aus Kleindröben, Hardy Bauer aus Züllsdorf und Steffen Richter aus Beilrode bei Torgau. Nicht nur über seinen Sieg freute sich Thomas Hensel. Noch viel mehr darüber, dass dieser Pferdetag so gut angenommen wird. "Solche Kutschenrennen sind eher die Ausnahme in der Region. Der Aufwand dafür ist enorm, aber es macht einfach Spaß", meinte er sichtlich erleichtert nach den Durchgängen. Klar, dass es im nächsten Jahr eine weitere Auflage geben werde, versicherte er.

Der Klossaer Pferdetag hat sich mittlerweile herumgesprochen. Das war auch an den Autokennzeichen ersichtlich. Der Jessener Ortsteil zeigte sich ziemlich zugeparkt. Aus den Nachbarländern, ja sogar aus Berlin waren Besucher angereist. Der Pferdetag hatte Volksfestcharakter. Mit Tierschau, Esel im Gatter, Geflügel und Pony-Reiten für die Kinder. In der Rennpause wurden Pferde gezeigt und ihre rassetypischen Merkmale erläutert. Eine Schau historischer und moderner PS-starker "Pferde" aus Metall rundete das Geschehen ab. Die Kinder konnten sich zwischen Strohballen im Heu austoben und herumbalgen. Also ein rundum gelungenes Vergnügen für die gesamte Familie an diesem Pfingstwochenende in Klossa.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

 

Quelle: MZ vom 09.03.2010

 


 

Herzberg 12.04.2010

Postkutschenanspannung als Königsdisziplin

Gräfendorf Gewienerte Marathonwagen, fliegende Pferdemähnen und edle Rösser haben das Herz von Pferdeliebhabern bei der fünften Veranstaltung auf dem Pferdehof Neumann am Samstag höherschlagen lassen.

Hardy Bauer zeigte eine rasante Fahrt mit dem Vierspänner. Foto: sn
 

Den Auftakt in der großen Bewegungshalle bildete wie immer zu Kleine Ostern ein Fahrsportwettbewerb der Zweispänner. Den Vortritt erhielten die Kleinpferde. Sieben verschiedene Hindernisse mussten die acht Gespanne im Parcours meistern. Die Liste der Teilnehmer führte Gastgeber Helmut Neumann mit Sohn Dirk an. Aber auch andere Pferdenarren zeigten, wie viel Geschick notwendig war. Seinen Heimvorteil nutzte der Hausherr aus und punktete mit seinen Haflingern ohne Fehler und in einer Zeit von 57 Sekunden. Platz zwei belegte Thomas Hensel aus Klossa, gefolgt von Dirk Neumann.Als anschließend die Großpferde Einzug hielten, bekamen die Besucher einen ebenso rasanten Wettbewerb zu sehen. Thomas Schemmel aus Herzberg setzte sich an die Spitze, Helmut Neumann und Volker Rabe aus Last/Dautzschen folgten. Außer der Wertung präsentierte sich Sven Freiwald aus Wiederau, der bewies, dass er auch mit seinen Kaltblütern als Einspänner vor dem Marathonwagen einen solchen Wettbewerb meistern kann. Als Augenweide bezeichnete man vor Ort die Königsdisziplin im Marathonwagen. Sechs Herren meisterten diese mit dem Vierspänner, der typischen Postkutschenanspannung. Hardy Bauer vom Reit- und Fahrverein Züllsdorf setzte sich mit 48 Sekunden und zwei Fehlern gegenüber den anderen Teilnehmern durch. Jüngste in seinem Beifahrerteam war die neunjährige Michelle Bloßfeld, die Mitglied der Züllsdorfer Voltigiergruppe ist.Farbenprächtig ging es weiter. Erstmals stellten sich 13 Damen und Herren der Torgauer Geharnischten, gekleidet in Paradeuniformen und hoch zu Ross, vor. Ein Kranzreiten, eine Kleintierschau, Kinderschminken und das Ponyreiten rundeten den Nachmittag ab. Die Moderation der Veranstaltung hatte wieder einmal Ralf Richter aus Lindwerder übernommen.


Serena Nittmann

 

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

 

Quelle: MZ vom 29.06.09

 


 

Modell ist im Schloss zu sehen «Brücke der Freundschaft» - Exponat vier Wochen zu sehen

 

 

Henry Sachse (links) und Wilfried Globig bringen das Modell von der Brücke im Jessener Schloss in Position. (MZ-Foto: Grommisch)

 

Jessen/MZ/gro. Das Schloss in Jessen ist zwischenzeitlich um ein Ausstellungsstück reicher. Dabei handelt es sich um ein ziemlich großes Exponat, immerhin über zwei Meter lang, und zudem eins, das Ausdruck eines großen Wunsches ist. Henry Sachse vom Stadtteilbeirat Mönchenhöfe und Wilfried Globig vom Stadtteilbeirat Klossa trugen Gründonnerstag eine Brücke in das obere Foyer des Verwaltungssitzes. Dabei handelte es sich um das Modell der einstigen Elster-Querung zwischen Klossa und Mönchenhöfe. Doch diesem Bauwerk, am 8. Mai 1954 eingeweiht, war aufgrund eines verheerenden Hochwassers kein langes Leben beschieden. Mehrere Jahre war sie wegen Baufälligkeit gesperrt und 1969 wurde sie abgerissen. Nun wird der Wunsch immer stärker, dass an die Stelle der einstigen Elsterbrücke wieder eine Querung kommt. Derzeit ist die Stadt, wie bei der Übergabe an Bürgermeister Dietmar Brettschneider zu hören war, auf der Suche nach den Bauunterlagen. Vermutet werden sie jetzt im Landeshauptarchiv in Merseburg. Mindestens vier Wochen kann das Modell, geschaffen vom Münchner Fritz Herfort (er war am Aufbau der "Brücke der Freundschaft" beteiligt, konnte an der Übergabe am Donnerstag aber nicht teilnehmen) im Schloss betrachtet werden. Seit Juli vergangenen Jahres stand das Modell bei der Feuerwehr in Klossa. Nun soll es einem größeren Personenkreis gezeigt werden. Die Gelegenheit dafür ist günstig, unter anderem weil sich im oberen Foyer des Schlosses am Sonntag ein Wahllokal befinden wird.

 

Quelle www.mz-web.de

 


 

„Brücke der Hoffnung" 02.03.08 über Schwarzer Elster

 

Feuerwehren von Klossa und Mönchenhöfe vollzogen zum fünften Mal das Ritual

Von unserem Mitarbeiter H.-Dieter Kunze

 

Klossa/Mönchenhöfe/MZ. Zwei Wasserstrahlen trafen am Sonntag über der Schwarzen Elster aufeinander. Zum fünften Mal in Folge wurde dieses Ritual von den Kameraden der freiwilligen Feuerwehren Klossa und Mönchenhöfe initiiert. Von zwei Tragkraftspritzen am jeweiligen Ufer mit Elsterwasser gespeist und über Schläuche sowie zwei B-Rohre komprimiert, trafen zwei Stunden lang jeweils 800 Liter Wasser pro Minute über der Flussmitte aufeinander.Eine „Brücke der Hoffnung" sollte sie sein, eine Hoffnung darauf, dass bald wieder eine „richtige" Brücke die beiden Jessener Ortsteile verbinden möge. Widerlager an beiden Ufern so wie ein Klinkerpfeiler mit Schlagseite im Fluss erinnern immer noch daran, dass es hier einst eine Verbindung gab. Als „Brücke der Freundschaft" wurde sie am 8. Mai 1954, dem Tag der Befreiung, der damals noch ein Feiertag war, eingeweiht. Noch im gleichen Jahr wurde sie durch ein Hochwasser schwer beschädigt und gesperrt. Das interessierte die Klossaer und Mönchenhöfer aber herzlich wenig. Sie nutzten weiterhin die rund 150 Meter lange Querung als kürzesten Weg zum jeweiligen Nachbarort. 1969 wurde die Brücke aus Sicherheitsgründen mit Hilfe sowjetischer Panzer endgültig abgerissen. Damit verlängerte sich der Weg zwischen beiden Ortschaften auf rund sechs Kilometer, wenn man in Schweinitz oder Löben die nächstgelegenen Elsterquerungen benutzt.Das gestrige Spektakel war wieder von zahlreichen Gästen besucht. Auch wenn man sich nicht die Hände schütteln konnte, Rufe über den Fluss taten es auch. Lagerfeuer loderten, für Deftiges vom Grill war bestens gesorgt, auch für Getränke, inklusive Glühwein.Eine Flussquerung per Ruderboot wie letztes Jahr war diesmal leider nicht möglich. „Angesichts des hohen Wasserstandes und der starken Strömung haben wir aus Sicherheitsgründen darauf verzichtet", erklärte Klossas Wehrleiter Egbert Uhde. Er habe jetzt wesentlich mehr Hoffnung, dass der Traum von einer Brücke eines Tages doch in Erfüllung gehen wird. Vor allem im Hinblick auf den Radwanderweg entlang der Schwarzen Elster von Lauchhammer über Herzberg bis zur Elstermündung. Außerdem habe sich der Verein für eigenständige Regionalentwicklung im Jessener Land der Problematik angenommen und unterstütze sie, so Uhde.Sein Amtskollege auf der anderen Seite, Wehrleiter Arno Jantz, konnte dem nur beipflichten: „Klar muss wieder eine Brücke her, die Einwohner beider Orte gehören einfach zusammen." Versammlungen beider Ortswehren und Ausbildungen könnten dann problemlos gemeinsam durchgeführt werden. Ein enger Kontakt bestünde ja ohnehin. Jantz nannte als Beispiel die Aufstellung einer gemeinsamen Mannschaft, die vergangenes Jahr am „Löschangriff nass" in Jessen teilnahm.Die Erlöse aus Speisen und Getränken der gestrigen zwei kleinen Volksfesten werden wie immer auf ein extra angelegtes „Brückensperrkonto" überwiesen, als symbolische Anzahlung sozusagen. Denn für einen Brückenbau reicht es längst nicht.Trotzdem gingen die Menschen gestern doch mit ziemlichem Optimismus auseinander und viele sagten sich: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Zitat: „Wir haben aus Sicherheitsgründen diesmal auf Bootsüberfahrten verzichtet." Egbert Uhde, Wehrleiter Klossa.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Eine Brücke für Klossa und Mönchenhöfe 08.07.07

Fritz Herfort aus München löste Versprechen ein und übergab Modell

Von unserem Mitarbeiter H.-Dieter Kunze

 

Klossa/MZ. Große Freude und Erstaunen löste am Samstag ein Ereignis der besonderen Art aus. In der Gaststätte „Zum Dorfkrug" in Klossa übergab Fritz Herfort ein bis ins letzte Detail stimmendes hölzernes Modell der „Freundschaftsbrücke" im Maßstab 1:40. Sie verband einst die Orte Klossa und Mönchenhöfe und wurde am 8. Mai 1954 eingeweiht. Aufgrund eines verheerenden Hochwassers der Schwarzen Elster wurde sie wegen Einsturzgefahr nur wenige Monate später gesperrt und 1969 abgerissen.Schon seit Jahren vollziehen die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren beider Jessener Ortsteile einen symbolischen Brückenschlag. Über der Flussmitte treffen sich die Wasserstrahlen. Denn die Klossaer und Mönchenhöfer wollen „ihre" Brücke sehr gern wieder haben. Beim letzten Brückenschlag im März dieses Jahres war auch Fritz Herfort dabei und dafür eigens aus seiner Heimatstadt München angereist. Er war von dieser Zeremonie so fasziniert, dass er spontan versprach: „Ich baue euch eine neue Brücke, natürlich nur als Modell." Gemeinsam mit seinem Sohn Ralf brachte er nun das Schmuckstück an die Schwarze Elster.Rund 30 interessierte Bürger waren gekommen, um sich das filigrane Modell anzuschauen und zu bewundern. Die Stunden, die er für das Miniaturbauwerk brauchte, hat Fritz Herfort nicht gezählt, es waren unheimlich viele. Schönster Lohn für sein Geschenk war der herzliche Beifall, den er erhielt. Symbolisch stellten sich Klossas Ortsteilbeiratsvorsitzender und gleichzeitig Vorsitzender des Heimatvereins, Wilfried Globig, und aus Mönchenhöfe Henry Sachse als Vertreter des Heimatvereins ans jeweilige „Ufer", um Fritz Herford, der in der Mitte stand, ganz herzlich zu danken. Obendrein hatte der Münchener noch zwei großformatige Fotos für den jeweiligen Ortsteil vom Wasserstrahl-Brückenschlag im März mit einem herrlichen Regenbogen darüber mitgebracht. Aufgenommen hatte sie sein Sohn Ralf. Wilfried Globig übergab als kleines Gegengeschenk eine DVD vom jüngsten Dorffest in Klossa.Das Brückenmodell hat vorerst seinen Ehrenplatz im „Dorfkrug", natürlich soll es auch einmal in Mönchenhöfe und eventuell im Jessener Schloss ausgestellt werden. So schnell wie das Modell wird allerdings eine Elsterbrücke in Natura nicht entstehen. Dafür fehlt einfach das Geld. Die Bürger von Klossa und Mönchenhöfe sammeln zwar eifrig Spendengelder und zahlen es auf ein Sperrkonto bei der Stadt, aber mehr als ein „Tropfen auf den heißen Stein" ist es bei allem guten Willen nicht.Fritz Herfort, heute 69 Jahre alt, war als Zimmermannslehrling bei der Jessener Firma Kuhrmann am Bau der Originalfachwerkbrücke beteiligt und von dieser interessanten Aufgabe fasziniert. Später kehrte er der DDR den Rücken, wurde Bauingenieur und war weltweit an verschiedensten Großbauwerken beteiligt.Über die Geschichte vom Brückenbau und dem späteren Abriss mit Hilfe sowjetischer Panzer waren am Samstag interessante Fotos und Textbeiträge aus der Chronik ausgelegt. Stolz verließen die Bürger schließlich die Zusammenkunft und freuten sich über dieses kleine Meisterwerk aus München. Vielleicht ist es ja mit ein Ansporn, dass irgendwann doch wieder eine Elsterquerung entsteht. „Ich wünsche es euch allen jedenfalls von ganzem Herzen", meinte Fritz Herfort zum Abschied aus Klossa.

 

Das Modell im Maßstab 1:40 der „Freundschaftsbrücke" hat seit Sonnabend einen würdigen Platz in der Klossaer Gaststätte „Zum Dorfkrug" gefunden und kann dort besichtigt werden. Von links: Wilfried Globig, Klossa, Fritz Herfort, München und Henry Sachse aus Mönchenhöfe. MZ-Foto: Kunze

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Herzberg 27.10.2005

3562 Tage Warten auf den Kaufvertrag

Züllsdorf. «Wir haben es endlich geschafft, die Reithalle, der Stall und das angrenzende Gelände gehören uns.
 

Sabine Pieper mit ihrem Haflinger Stern und Vereinsvorsitzender Kurt Richter vor der großen Reithalle.

Foto: sn

 

Das ist ein guter Anlass, befreundeten Reitvereinen, Sponsoren und Helfern, die uns immer unterstützen, mit einer Feier für ihren Einsatz Danke zu sagen» , begründete der Vorsitzende des Züllsdorfer Reit- und Fahrvereins, Kurt Richter, die Einladung zum gemütlichen Beisammensein. Sieben Jahre und neun Monate dauerten die Verhandlungen, drei Mal bemühten sich die Züllsdorfer um einen Kaufvertrag. Beim vierten Versuch wurde nun alles amtlich besiegelt. Obwohl man immer optimistisch nach vorn geschaut habe, hätten sich zwischenzeitlich Gedanken breit gemacht, das Objekt zu verlassen, gesteht der Vereinsvorsitzende ein.
Gemeinsam den Erfolg zu feiern und ins Gespräch zu kommen – dies war das Anliegen des gemütlichen Treffens, welches nun in der ausgeschmückten Halle stattfand. Pferdefreunde aus Gräfendorf, Kölsa, Klossa, Lindwerda, Dautzschen und Herzberg sowie Mitglieder der Jagdgenossenschaft waren gekommen. Sie staunten über den guten Zustand der 19x14 Meter großen Reithalle. In den zurückliegenden Tagen hatten die Züllsdorfer ordentlich Hand angelegt, ihr Objekt wieder auf Vordermann gebracht. Der Verein möchte in nächster Zeit auf der Tribüne die vorhandenen Stehplätze mit Sitzmöglichkeiten versehen. Da die Reithalle täglich genutzt werden kann, soll der Pferdesport wieder viel mehr in den Vordergrund rücken. Sabine Pieper, die gerade ihre Ausbildung als Pferdewirtin erfolgreich beendet hat und auf Jobsuche ist, wird mit den Kindern eine Voltigiergruppe aufbauen. Sie saß schon als Zweijährige auf dem Pferderücken, fährt heute Sulky, Marathonwagen und für Hochzeiten sogar Vier- und Zweispänner.
Mehr von der Arbeit der rund 25 Mitglieder des Züllsdorfer Reit- und Fahrvereins wird es übrigens am zweiten Weihnachtsfeiertag zu sehen geben. An diesem Tag werden Jung und Alt zum Springturnier eingeladen. (sn)

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 31.08.2005

Rasante Pferdegespanne im Parcours unterwegs

Züllsdorf. Am Sonntag hatte der Reit- und Fahrverein Züllsdorf zum Kutschengeschicklichkeitsfahren eingeladen. 19 Gespannführer aus dem Verein, aus Klossa, Gräfendorf, Löhsten, Beyern, Großrössen sowie Groswig (Torgau) traten an.
 

Sie beherrschen die Kutsche und fegten über den Platz: Siegerin Doreen Bauer und ihr Vater, der drittplatzierte Harti Bauer.

Foto: sn

 

Ralf Richter aus Lindwerda, der sich selbst seit vielen Jahren mit der Pferdezucht beschäftigt, moderierte. Er gab den Besuchern viele Infos zu Themen wie Wagen und Gespann. Er unterstrich, dass zum 6. Hindernisfahren Freizeitsportler antraten. Oft seien diese mit der ganzen Familie vor Ort.
Das Geschehen im Parcours mit 15 Hindernissen auf einer Wiese konnten die rund 300 Gäste gemütlich von Stühlen und Bänken aus verfolgen. Shetlandponys, Haflinger, und Trakehner drehten ihre Runden unter bewundernden Blicken. Auch Pferderassen wie Edles und Schweres Warmblut waren zu sehen. Die Gespannfahrer bewiesen zum Teil großes Geschick beim Durchfahren der Hindernisse. Für eine Schrecksekunde sorgte eine junge Fahrerin, deren Pferde das Holzhaus streiften. Sie konnte abspringen, die Pferde kamen am Maschendraht zum Halten. Für den Showteil sorgte Hansgeorg Löwe, Vorsitzender der Agrargenossenschaft Gräfendorf. Er drehte mit seinem Kuhgespann eine Runde auf der Wiese. Für die Besucher gab es ein Preisrätsel. Gesucht war das Gewicht vom Haflingergespann, dem Marathonwagen sowie den Fahrern Karl-Heinz Thiele und Bernd Roigk aus Klossa. Werner Schladewitz aus Oschatz landete mit seinen geschätzten 1600 Kilo den Volltreffer. Als nach der kurzen Pause auch die restlichen Starter den P arcour durchfahren hatten, die Zeitnehmer Eckhard Schmidt und Roland Bertel der Jury die Daten übermittelt hatten, standen ohne ein Stechen zu fahren die Sieger fest. Den Pokal des Geschicklichkeitsfahrens nahm Doreen Bauer mit nach Hause. Sie zeigte mit ihrem Vater Harti Bauer, der den dritten Platz einfuhr, dem Publikum eine 1:42-minütige rasante Hindernisfahrt. Auf Rang zwei landete Mirko Thiele. Als Preise für alle Teilnehmer gab es Grünpflanzen für den Vorgarten sowie Schleifen für die Pferde. Kurt Richter, Vereinsvorsitzender des Züllsdorfer Reit- und Fahrvereins, übergab jedem Starter einen Sack Möhren. Er machte auf das nächste Großereignis aufmerksam: Die Fuchsjagdsaison in Gräfendorf wird Ende September eröffnet.
Serena Nittmann

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 26.07.2005

Schweres Warmblut auf losem Sand

Gräfendorf. Sportlich ging es am Sonnabend auf dem Platz beim Gräfendorfer Reit- und Fahrverein zu. Denn die Mitglieder hatten zum Kutschengeschicklichkeitswettbewerb eingeladen.
 

Mirko und Karl-Heinz Thiele treten seit Jahren in Gräfendorf an. Sechs Gespanne mit Kleinpferden und zwölf Gespanne mit Großpferden nahmen en dem Kutschengeschicklichkeitswettbewerb teil.

Foto: sn

 

Neben den Gastgebern gingen Fahrer aus Klossa, Züllsdorf, Großrössen, Dautzschen, Last, Beyern und Herzberg an den Start.
Die zahlreichen Gäste konnten sechs Gespanne mit Kleinferden und zwölf Gespanne mit Großpferden verfolgen. Nachdem die Teilnehmer den Parcours mit zehn Hindernissen wie den Sandberg oder die Brücke abgenommen hatten, wurde der Wettbewerb eröffnet.

Aufmerksame Zuschauer
Hansgeorg Löwe kommentierte diesen für alle Interessierten und gab auch die jeweiligen Zeiten bekannt. Nicht nur unter den Besuchern, sondern auch bei den Reitern gab es aufmerksame Zuschauer. Da wurde gerätselt, ob die Kleinpferde ähnliche Zeiten zurücklegten, wie die Großen. „Es gibt kaum Unterschiede, die einen sind sehr wendig und geschickt, die anderen mit den langen Beinen sehr schnell“, verriet Karl-Heinz Thiele aus Klossa, der mit seinem Sohn Mirko gern nach Gräfendorf kommt. „Die Verbundenheit zum Pferdesport und das gute Miteinander lassen uns immer wieder hier antreten“, so der Pferdenarr.
„Dass wir hier sind, ist für uns keine Pflicht, sondern unser Hobby“, meinte der Züllsdorfer Erhard Pieper. Er lobte, dass Helmut Neumann mit seinen Vereinsmitgliedern alles wieder sehr gut vorbereitet hatte. Die Teilnehmer mussten nicht einmal Startgelder bezahlen, dennoch blieben die Preise klein. Und dieses Mal gab es sogar für jeden Starter einen Sack Hafer.
Der sandige Platz mit den Spurrinnen bedeutete allerdings für manche Fahrer und die Gespanne harte Arbeit. Diejenigen, die mit schmaler Vollgummibereifung fuhren, sanken zum Teil sehr tief ein. Andere Gefährte, wie etwa die Marathonwagen, die mit breiterer Luftbereifung ausgestattet sind, rollten schneller über den losen Sand.

Mirko Thiele hat Nase vorn
Nach den beiden Durchgängen ermittelte die Jury die Sieger. Bei den Kleinpferden hatte Mirko Thiele aus Klossa mit einer Zeit von 1,22 Minuten die Nase vorn. Vater Karl-Heinz Thiele folgte ihm mit nur drei Minuten Rückstand. Auf Platz drei kam Dirk Neumann aus Gräfendorf.
Thomas Schemmel fuhr in der Kategorie „Großpferde“ an die Spitze und nahm den Pokal mit nach Hause. Matthias Jauch aus Großrössen landete auf Rang zwei. Für Dirk Neumann gab es dann zwei Mal Bronze. Mit einer Ehrenrunde verabschiedeten sich alle aus dem Wettbewerb.
Serena Nittmann

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Erinnerungen an strenge Lehrer, 31.05.05

Backpfeifen und Mäuseplage

Ehemalige Schüler trafen sich in Klossa wieder

Von unserem Mitarbeiter H.-Dieter Kunze

 

Klossa/MZ. Am Wochenende trafen sich 40 ehemalige Schüler unterschiedlicher Geburtsjahrgänge in der Gaststätte „Zum Dorfkrug" in Klossa. Was sie verband, war der Besuch der einstigen Dorfschule. Erbaut wurde sie Anfang der dreißiger Jahre – heute ist es ein Wohnhaus -, wusste Ortschronistin Helga Gronewold zu berichten, die das „Ehemaligentreffen" mit eingefädelt hatte.Die einstigen Schüler kamen aus Klossa, der näheren Umgebung sowie aus Berlin, Cottbus und Malente in Schleswig-Holstein. Der älteste Teilnehmer war Reinhard Schlobach aus Klossa, 67 Jahre alt, die jüngste mit 48 Jahren Birgit Elstermann aus Cottbus. An der gemeinsamen Kaffeetafel gab es viel zu erzählen. Liebevoll waren die Tische vom Gastwirtspaar Uhde gedeckt worden, Blumen, Servietten und sogar kleine Zuckertüten lagen darauf.Viele der ehemaligen Schüler konnten sich noch gut an ihren Lehrer Artur Lehmann erinnern. Er kam aus Dubro nach Klossa und unterrichte zeitweise gleichzeitig die Klassenstufen eins bis acht in einem Raum. Dabei halfen ihm die älteren Schüler, die die jüngeren Jahrgänge mit betreuten. Lehrer Lehmann war vielseitig begabt. Er machte Musik, studierte mit den Kindern Theaterstücke ein und organisierte Zuckertütenfeste. Nach dem Unterricht unternahm er Spaziergänge durch den Ort und traf dabei so manche Eltern. „Da gab es beim Abendbrot manchmal so richtig Ärger, als Lehmann brühwarm von unseren Ungezogenheiten im Unterricht berichtete", erinnerte sich schmunzelnd ein ehemaliger Schüler.Gerd Walter, heute in Arnsnesta zu Hause, denkt noch immer an eine Backpfeife zurück, die er von Lehrer Lehmann erhielt. Da flogen sogar meine Strohschuhe durch den Klassenraum. „Nur weil ich die Geschichtszahlen nicht gelernt hatte. Das gab mir zu denken und ich büffelte emsig. Noch heute weiß ich beispielsweise, in welcher Zeit der Dreißigjährige Krieg war", meinte er lachend.Der Arnsnestaer wusste auch von einer Mäuseplage in Klossa zu berichten, nur das Jahr weiß er nicht mehr so genau: „117 Mäuse hatten wir Schüler gefangen und trugen die toten Tiere aufgereiht an einer Girlande stolz durch das Dorf."Eine andere Plage waren manchmal die Kartoffelkäfer. Auch dabei kamen die Klossaer Schüler zum Einsatz, um sie einzusammeln. Alles in allem, so die Meinung der Teilnehmer, war es doch eine schöne und interessante Zeit in der Dorfschule. Und sie hätten viel gelernt.Bei einem Spaziergang konnten alle sehen, wie schön Klossa geworden ist. Helga Gronewold wusste bestens Bescheid. „128 Einwohner hat der Ort, es gibt 62 Autos, darunter zwei „Trabis" und es bellen hier 32 Hunde", sagte sie unter dem Lachen der Gäste. Mit einem gemeinsamen Abendessen klang das Schultreffen aus. Zitat: „Eine Backpfeife, nur weil ich die Geschichtszahlen nicht wusste." Gerd Walter, Arnsnesta.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Elsterwerda 07.04.2005

Rothsteiner legten perfekten Start hin

Gräfendorf. Schönes Wetter und jede Menge Gäste – das war der Wunsch des Gräfendorfer Reit- und Fahrvereins für den Auftakt der Pferdesportsaison 2005, der in Erfüllung ging. Vorbereitet wurde neben der Vorstellung verschiedener Pferderassen ein E- und ein A-Springen sowie ein Kutschengeschicklichkeitsfahren.

Stefanie Fischer (r.) und Sylvia Johnke (m.) vom Reitverein Rothstein räumten beim Saisonstart des Gräfendorfer Reitvereins im E-Springen den ersten und zweiten Platz ab. Dritte wurde die jüngste Reiterin des Turniers, Marie Mahlo aus Herzberg. Auch beim A-Springen dominierten die Rothsteiner. Anne-Christin Heller und Cindy Lehmann freuten sich über Platz zwei und drei.

Foto: Foto: sn

 

Hunderte Besucher strömten am Samstag nach Gräfendorf. Extra für diesen Tag hatte Helmut Neumann vom Gastgeberverein jede Menge Pferderassen im Umkreis ausfindig gemacht. Er selbst stellte eine Warmblutstute, ein Kleinpferd und ein Pony vor. Große Begeisterung bei den Gästen riefen in der großen Runde Helmut Kiepisch mit seiner Stute (Schweres Warmblut) und dem 14 Tage alten Fohlen Komtessa sowie Karl-Heinz Thiele aus Klossa mit seinem Schwarzwälder Fuchs Laura und dem Fohlenhengst Rudi hervor. Die Bandbreite der präsentierten Pferderassen reichte vom Mini Shety über Haflinger bis hin zum stattlichen Appalusa. Ralf Richter aus Lindwerda übernahm neben der Vorstellung der Rassen auch die Kommentierung der einzelnen Wettbewerbe.
An den Start zum E-Springen gingen 15 Teilnehmer. Den ersten und zweiten Platz belegten Stefanie Fischer und Sylvia Johnke vom Reitverein Rothstein. Über den dritten Rang freute sich die mit neun Jahren jüngste Starterin, Marie Mahlo aus Herzberg, die für Schlaubetal ritt. Alexandra Leonhardt aus Kölsa setzte sich beim Stechen im A-Springen an die Spitze. Die Plätze zwei und drei gingen erneut nach Rothstein. Anne-Christin Heller und Cindy Lehmann waren erfolgreich.
Im Kutschengeschicklichkeitsfahren ging es in den Kategorien Klein und Groß an den Start. Schon in der Übungsphase wurde den Besuchern klar, mit wie viel Fingerspitzengefühl die Gespannführer die Zügel in der Hand halten müssen. Hier bekamen die Zuschauer nicht nur edle Rösser zu Gesicht, sondern auch Marathonwagen der Spitzenklasse. Nach spannenden Wettbewerben siegte im ersten Durchgang Helmut Neumann mit seinem Haflingergespann Hajo und Simon. Im zweiten Teil hatte Sandro Hauß mit seinen Schweren Warmblütern Eido und Esprit die Nase vorn.

Serena Nittmann

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 04.04.2005

Perfekter Saisonstart in Gräfendorf

Gräfendorf. Schönes Wetter und jede Menge Gäste – das war der Wunsch des Gräfendorfer Reit- und Fahrvereins für den Auftakt der Pferdesportsaison 2005, der auch in Erfüllung ging.

04.04.2005
Traditionell „Zur kleinen Ostern“ lädt der Verein in die große Bewegungshalle ein. Vorbereitet wurde neben der Vorstellung verschiedener Pferderassen ein E- und A-Springen sowie ein Kutschengeschicklichkeitsfahren.

Viele Rassen zu sehen
Hunderte Besucher strömten am Samstagnachmittag aus allen Richtungen nach Gräfendorf. Es waren Pferdenarren und Interessierte, die sich die verschiedenen Wettbewerbe anschauen wollten. Für die 16 Aktiven des Reitvereins bedeutete dies jede Menge Arbeit, doch die Vorbereitungen hatten sie mit Bravour gemeistert. Vier Starter aus den eigenen Reihen saßen hoch zu Ross und mischten in den Wettbewerben mit.
Extra für diesen Tag hatte Helmut Neumann jede Menge Pferderassen aus dem Umkreis ausfindig gemacht. Er selbst stellte eine Warmblutstute, ein Kleinpferd und ein Pony vor. Große Begeisterung bei den Gästen riefen in der großen Runde Helmut Kiepisch mit seiner Stute (Schweres Warmblut) und dem 14 Tage alten Fohlen Komtessa sowie Karl-Heinz Thiele aus Klossa mit seinem Schwarzwälder Fuchs Laura und dem Fohlenhengst Rudi hervor. Die Bandbreite der präsentierten Pferderassen reichte vom Mini Shety, mit einer Höhe von nur 74 Zentimetern, über Haflinger bis hin zum Appalusa, auch Leopardenchecke genannt, den Sandro Hauß für Harald Kunde aus Falkenberg am Zügel hielt.
Andreas Quednau war aus Torgau angereist, um seine aus Irland stammende Irish Tinker mit den Fransen an den Füßen, zu zeigen, und Manfred Schmidt war aus Schlieben gekommen, um die Runde mit der Rasse Schweres Kaltblut aufzufüllen.
Ralf Richter aus Lindwerda übernahm nicht nur die Vorstellung der Rassen, sondern kommentierte auch die Wettbewerbe.
An den Start zum E-Springen, das für Einsteiger gedacht ist, gingen 15 Teilnehmer. Sechs von ihnen strebten eine Bewertung an. „An der Aufregung ist schon zu spüren, dass viele nach dem langen Winter erst wieder ein paar Wochen üben müssen. Nicht alle haben eine Reithalle zur Verfügung“, betonte Ralf Richter. Den ersten und zweiten Platz beim E-Springen nahmen dann Stefanie Fischer und Sylvia Johnke vom Reitverein Rothstein mit nach Hause. Über den dritten Rang freute sich die mit neun Jahren jüngste Starterin Marie Mahlo aus Herzberg, die für Schlaubetal ritt. Die anderen nutzten diese Chance zum Training.
Dann es folgte das A-Springen, ein Anfängerspringen mit den gleichen sieben, aber etwas höheren Hindernissen. Die elf Starter kamen aus Kölsa, Lebusa, Gräfendorf, Rothstein, Schlaubethal und Liebersee. Im ersten Durchgang schafften es vier Reiter, den Parcours fehlerfrei zu absolvieren. Unabhängig von der Zeit erfolgte ein Stechen. Dabei setzte sich Alexandra Leonhardt aus Kölsa an die Spitze. Die Plätze zwei und drei gingen erneut nach Rothstein. Anne-Christin Heller und Cindy Lehmann waren freuten sich über den Erfolg. Für die Sieger gab es Pokale und Preise.

Geschicklichkeit gefragt
Während der Umbauphase kam Janine Neumann groß raus. Als Osterhase verkleidet, verteilte sie an die Kinder Süßigkeiten, als draußen auf der großen Wiese schon die Gespanne auffuhren. In den zwei Kategorien Klein, bis 1,48 Meter Widerrist (erhöhter Teil des Rückens bei Vierfüßern), und Groß ging es an den Start. Schon in der Übungsphase wurde den Besuchern klar, mit wie viel Fingerspitzengefühl die Gespannführer die Zügel in der Hand halten müssen. Hier bekamen die Zuschauer nicht nur edle Rösser zu Gesicht, sondern auch Marathonwagen der Spitzenklasse. Nach einem jeweils spannenden Wettbewerb siegte im ersten Durchgang mit null Fehlern Helmut Neumann mit seinem Haflingergespann Hajo und Simon in einer Zeit von 42 Sekunden. Im zweiten Teil hatte Sandro Hauß mit seinen Schweren Warmblütern Eido und Esprit die Nase vor. Auch er bew&a uml;ltigte den aus zehn Hindernissen bestehenden Parcours in 46 Sekunden mit null Fehlern.

Serena Nittmann
 
 

 

Brückenschlag der besonderen Art 27.02.05

Wasserstrahl-Treffen über der Elster bei Mönchenhöfe und Klossa

Von unserem Mitarbeiter H.-Dieter Kunze

 

Mönchenhöfe/Klossa/MZ. Die Hoffnung auf eine erneute Brückenverbindung über die Schwarze Elster zwischen Mönchenhöfe und Klossa haben die Bewohner der beiden Orte noch längst nicht aufgegeben. Gestern vormittag vollführten sie zum zweiten Mal einen Brückenschlag der speziellen Art: Zwei Wasserstrahle, aus Motorpumpen von beiden Uferseiten aus „abgefeuert", trafen sich über der Flussmitte.Das Spektakel glich hüben und drüben einem wahren Volksfest. Holzfeuer waren entfacht, Bratwürste brutzelten auf Grillrosten, Glühwein und andere wärmende Getränke wurden ausgeschenkt. Ein unbedingtes Muss bei diesen eisigen Temperaturen. Erst schien die Sonne, dann gingen Schneeschauer nieder und eine ziemlich starker Ostwind blies. Der traf vor allem den Strahl aus Richtung Klossa, die Mönchenhöfer Spritze dagegen arbeitete mit „Rückenwind". Rund 400 Liter Wasser aus der Schwarzen Elster wurden pro Minute und fast zwei Stunden lang beiderseits über B-Schläuche und B-Strahlrohre über das Gewässer geschickt.Die Initiative zur „Wasserbrücke" ging im vergangenen Jahr von Mönchenhöfe aus. Die Bewohner und auch die von Klossa wünschen sich sehnlichst eine Brücke zwischen ihren Orten. Dass es einmal eine gegeben hat, daran erinnern noch Fundamente. Die „Brücke der Freundschaft", wie sie hieß, wurde offiziell am 8. Mai 1954, dem Tag der Befreiung, eingeweiht. Ein langes Leben war ihr allerdings nicht beschieden. Durch ein Hochwasser im August 1954 senkte sich ein Pfeiler und die Brücke musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. 1969 erfolgte der Abriss mit Hilfe sowjetischer Panzer.Trotz allem, die Menschen der zwei Jessener Stadtteile haben die Hoffnung nicht aufgegeben, sich wieder näher zu kommen. Das unterstrich auch Regina Sachse, Inhaberin der Mönchenhöfer Gaststätte „Zur Glocke". Und der gemischte Chor des Ortes hatte vergangenen Freitag spontan ein Lied getextet und komponiert, das gestern am Elsterufer gesungen wurde.Für die Feuerwehrleute war die „Wasserbrücke" auch ein Teil des Ausbildungsprogrammes. Das unterstrich Arno Jantz, Wehrleiter der 34 Mitglieder zählenden Stadtteilfeuerwehr von Mönchenhöfe.Klossas Wehrleiter Egbert Uhde, 19 Mitglieder leisten in der Wehr Ehrendienst, sprach von einer realitätsnahen Übung unter dem Motto „Gefahren am Wasser im Winter". Ihm und allen anderen Kameraden machten die eisigen Temperaturen jedenfalls ganz schön zu schaffen.Eine Überraschung für die Gäste war eine nagelneue „Fähre", die Passagiere von einem Ufer ans andere beförderte. Gebaut wurde das Spreewaldkahn ähnliche Boot von drei Männern aus Mönchenhöfe und Kremitz.Der „Wasserbrückenschlag" soll auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. Darin waren sich alle einig. „Und das wird so lange fortgesetzt, bis wir endlich wieder eine richtige Brücke haben", meinte resolut eine Mönchenhöferin. Zitat:- „Eine realitätsnahe winterliche Feuerwehrübung." Egbert Uhde, Wehrleiter in Klossa.

 

Quelle: www.mz-web.de

 


 

Herzberg 23.08.2004

Kulisse wie bei einer Großveranstaltung

Arnsnesta. Wieder einmal rollten die Kutschen über das Kopfsteinpflaster der Arnsnestaer Straße. Sie reihten sich ein in eine lange Schlange, um anlässlich des Dorffestes am Samstag Nachmittag zum 2. Kutschenkorso durch den Ort zu fahren. Die Organisatoren hatten erneut Ralf Richter aus Lindwerda dafür gewonnen, den vielen Besuchern, die am Ortseingang den Straßenrand säumten, jeweils die Gespannführer samt Kutsche und Besatzung vorzustellen.

Erhard und Sabine Pieper aus Züllsdorf bei der Parade durchs Dorf. Erhard Pieper gewann anschließend den Wettbewerb.Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Spektakel am Samstag in Arnsnesta und hatten ihren Spaß.

 

Eine leichte Aufgabe für den Pferdenarr, der selbst seit dem 12. Lebensjahr reitet und heute Trakehner sowie Deutsche Reitpferde züchtet und auch im Turniersport mitmischt.
Wenn man bedenkt, dass Arnsnesta Jahrzehnte pferdelos blieb, ist es beachtlich, solch eine Veranstaltung zu organisieren. Mittlerweile gibt es aber wieder sechs Pferde im Ort.
Dank der vielen Reiter, die aus Züllsdorf, Holzdorf, Klossa, Gräfendorf, Herzberg und Beyern kamen, wurde schon im Dorf eine interessante und bunte Mischung sichtbar. Doch das war längst nicht alles, denn auf Wienicks Koppel startete anschließend der spannende Wettkampf.
Gemütlich bei Kaffee, Kuchen, Sekt oder Bier genossen die Gäste den Nachmittag und verfolgten die Starter auf der Wiese. Es gab auch die Möglichkeit, im Wettbüro auf den Favoriten zu setzen, um am Ende die «dicke» Siegprämie zu kassieren. Nachdem die Herren Gespannführer noch einmal von Ralf Richter vorgestellt wurden, startete Sabine Pieper aus Züllsdorf, die übrigens eine Lehre als Pferdewirtin absolviert, als Erste und Jüngste in den Parcours.
Wie alle anderen hatte sie 13 Hindernisse zu durchfahren, schaffte dies mit einem Fehler und in einer Fahrzeit von 2:56 Minuten. Karl-Heinz Thiele aus Klossa legte ohne Fehler in 2:22 Minuten nach. Helmut Neumann vom Reit- und Fahrverein Gräfendorf fuhr 16 Sekunden schneller. Zu den weiteren Startern gehörten Erhard Pieper, Manfred Plath, Ingo Graßmann, Mirco Thiele, Helmut Kiepisch, Thomas Schemmel, Katja Lehmann und Siegmund Quick. Sie zeigten sich begeistert von der Gestaltung des Parcours, der mit 480 Metern zwar sehr lang war, aber dafür einen sehr gut zu befahrenen Rasenplatz vorwies.
Und auch die Gäste genossen den Wettkampf, verfolgten genau, wie sehr sich die Fahrer und Beifahrer bemühten, so wenig Fehler wie möglich zu machen und am Ende auch noch die schnellste Zeit heraus zu fahren.
Enrico Wie-nick, der in Frack und Zylinder als «Pausenfüller» auftrat, meinte: «Die Gespannführer bekommen hier eine Traumkulisse von Zuschauern fast wie in Hoppegarten geboten.» Am Ende des spannenden Wettkampfes siegte Erhard Pieper vom Reit- und Fahrverein Züllsdorf, der für seine Runde 1.54 Minuten benötigte, dem allerdings auch ein Fehler unterlief. Den zweiten Preis holte sich Helmut Neumann und den dritten Rang erfuhr Ingo Graßmann, beide Reit- und Fahrverein Gräfendorf. Dank der vielen Helfer, die den Parcours aufbauten, Zeiten stoppten und auch dafür sorgten, dass die Hindernisse immer wieder zurecht gerückt wurden, war auch der reibungslose Ablauf gesichert. Die Zuschauer staunten immer wieder, mit welchem Geschick die Gespannführer die Pferde durch die Hindernisse lenkten. Für diese besondere Art der Unterhaltung dankten sie mit kräftigem Beifall.
Von Serena Nittmann

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 26.07.2004

«Perle» und «Puppe» holten sich Platz Eins

Gräfendorf. Zum dritten Reitsportfest hatten der Gräfendorfer Reit- und Fahrverein zum Wochenende eingeladen. Nicht nur Reiter, sondern auch viele Pferdeliebhaber waren erschienen. Sie wollten sich auf keinen Fall den interessanten Kutschen-Fahrwettbewerb entgehen lassen. Ausgetragen wurde dieser in zwei Durchläufen. Wertungen erfolgten dabei getrennt für Klein- und Großpferde.

 

Auch Reinfried Hauß und Sohn Sandro schlugen sich wacker – wie hier beim Greifen der Bierflasche während der Fahrt.Jüngste Starterin war Janine Neumann, die Enkelin vom Chef des Gräfendorfer Reit- und Fahrvereins Helmut Neumann. Sie hielt die Zügel vom Schimmelgespann fest in der Hand.

Foto: Foto: Serena Nittmann

 

Insgesamt starteten 18 Gespanne, die aus Züllsdorf, Großrössen, Klossa, Beyern und Gräfendorf angereist waren. Moderator Hans-Georg Löwe wusste nicht nur Interessantes zum Wettbewerb, sondern brachte auch viele Angaben zu Pferd, Kutsche und dessen Besatzung ins Spiel. Franco Blech, Janine Kiepisch und Ines Scholz gehörten zur Jury, die Zeiten und Fehler der Gespanne notierte.

Gleich die Bestzeit vorgelegt
Den Start bei den Kleinpferden wagte der Chef des Gastgebervereins, Helmut Neumann, der seinen Sohn Dirk und Enkeltochter Janine mit dabei hatte. Mit dem Haflingergespann «Perle und Puppe» legte er eine Bestzeit von 1:25 Minuten vor, die ihm später den Sieg einbrachte. Übrigens waren dies drei Generationen, die hier in Gräfendorf auch jeder für sich den Parcours bestritten. Dirk schaffte die Runde in 1:30 und zehn Strafsekunden, Janine mit einer Gesamtzeit von 1:53 Minuten. So zeigten Pferde und Kutscher ihr Temperament auf dem äußerst schwer zu befahrenen Sandboden, meisterten ganz verschieden die einzelnen Hindernisse wie Flatterband, Slalom, den Hügel oder die Wende im U. Der kleine Berg hatte es in sich, Mirco Thieles Pferd stürzte. Alle atmeten auf, als der Kutscher wieder das O.k. für die Pferde gab. Später wagte er einen Neustart und meisterte diesen mit Bravour. Die Zuschauer honorierten mit kräftigem Applaus die Leistungen. Bei fortlaufendem Wettbewerb war schnell zu erkennen, dass die Pferde durchtrainiert sein mussten, um diesen schweren Sandboden zu bewältigen.
Tiefe Spuren im Sand zeugten zudem vom Gewicht der Kutschen. «Dieser Fahrsport wird zum Teil mit einem sehr hohem Aufwand betrieben. Wenn Kutsche und Gespann über den Parcours jagen, ist dies ohne weiteres mit dem Lenken eines Mittelklassewagens zu vergleichen» , so Hans-Georg Löwe. Er betonte, dass man vor diesem Engagement der Sportfreunde sehr wohl den Hut ziehen könne.
Die Gäste erkannten auch, welche große Achtung sie den Beisitzern einzuräumen hatten. Denn sie mussten bei der Fahrt das Gewicht ausbalancieren. Hin und wieder landeten sie dabei sogar im Sand. Bei den Großpferden war schon zu sehen, dass die Kutscher, um die Hindernisse zu meistern, größere Schleifen einplanen mussten. Das kostete natürlich auch Zeit. Kathrin Bauer schaffte dies zum Beispiel mit ihrem Wallachgespann in 2:09 Minuten. Reinfried Hauß zeigte mit seinem Schweren Warmblut, dem Gespann Jenny und Eido mit 1:22 Minuten die schnellste Zeit, Sohn Sandro kam auf den zweiten Platz. Auch Freundin Yvonne saß nicht nur daneben auf dem Kutschbock, sondern nahm selbst die Zügel in die Hand. Auch sie betonten, dass der Boden sehr schwer zu meistern war, fanden diese Erfahrung aber sehr gut. Bei den Kleinpferden fuhr nach dem Sieger Helmut Neumann der Sportfreund Erhard Pieper mit 1:35 Minuten auf den zweiten Rang.

Gutes Futter für alle Pferde
Nur fünf Minuten mehr benötigte Dirk Neumann. Die Erstplatzierten erhielten Pokale und Gutscheine, alle anderen Starter gingen auch nicht leer aus, sondern fuhren mit einem Sack Futter für die Pferde nach Hause. Um die Bandbreite auch in diesem Sport zu präsentieren, zeigten die Gräfendorfer mit ihren Gästen sowohl Fahr- als auch Reitsport. Am Sonntag erfolgte dann das Springreiten der Kategorie E und das traditionelle Kranzreiten.
Von Serena Nittmann

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 26.08.2003

Nur «Superstars» traten in Mönchenhöfe auf

Mönchenhöfe. Das salomonische Urteil der Jury bei «Mönchenhöfe sucht den Superstar» am Sonnabend wurde mit Beifall aufgenommen. «Alle sind Superstars» , verkündete David von der Jury, auch wenn es nach den einzelnen Auftritten zum Teil bissige Kommentare gegeben hatte.


Und die Organisatoren vom Heimatverein hatten alles aufgeboten, was Rang und Namen hatte, von den Wildecker Herzbuben (Frank Sander und Robert Schiepe) über Heino (Christian Schnürpel) bis zu den Doofen (Verena Sachse und Daniela Kösterke) und Roy Black mit Anita (Dieter Sander und Gunter Schwenk). Mit Volksmusik beteiligten sich Heidi und Peter (Rüdiger Bockelmann und Marian Wosnitza), die sogar ein Schäfchen (Tom Kösterke) dabei hatten. Doch es nutzte alles nicht, das vernichtende Urteil der Jury: «Euer Jodeln reicht für die Berge, nicht aber für unsere Show.»
Bei «Wahnsinn» mit Wolfgang Petry (Christian Zander) wurde die erste Zugabe gefordert. «Wolle» absolvierte sie mit Bravour, obwohl ihm unter seiner Lockenpracht etwas die Orientierung fehlte. Auch die Jugendausgabe von Modern Talking (Thomas Sachse und Marcel Lehmann) kam um einen zusätzlichen Auftritt ebenso wenig umhin wie «Die drei Besoffskis» (Sven Bockelmann, Andy Hauß und Michael Lutzmann). Doch in der Gunst des Publikums in der Scheune ganz vorn lagen «Die Glocken von Rom» , dargeboten von Henry Sachse und seinen Background-Glöcknern Frank Riethdorf, Torsten Kösterke, Ingo Globig und Jürgen Lehmann, die ihr Glockenspiel (Pfannen) unter den Mänteln verbargen.
Die Moderatoren Michelle Hunziker und Karsten Spengemann (Nadin Bühner und Stefanie Thäle) zogen das wohl wichtigste Fazit des etwas mehr als einstündigen Programms: «Man merkt es vielleicht, wir sind zu einer richtig duften Truppe zusammengewachsen.» Das bestätigte auch Heimatvereinsvorsitzender Torsten Kösterke. Seine Befürchtung, von den jugendlichen Darstellern würden einige abspringen, hatte sich nicht bestätigt. Im Gegenteil, alle waren mit Feuereifer dabei. Und das nicht nur, weil es vor dem Programmbeginn für jeden ein probates Mittel gegen zu große Aufregung gab.
Obwohl die Schwarze Elster zwischen Mönchenhöfe und Klossa kaum noch Wasser hat, wurde wieder eine provisorische Brücke gebaut. Und so hatten die Gäste aus dem Nachbardorf am Freitag auch keinen langen Anfahrtsweg zum Volleyballvergleich. Diesen gewann Klossa 3 : 1. Auch beim Tanz sorgten die Bewohner des Nachbardorfes mit für eine volle Scheune.
Im Strohballenrollen am Sonntag waren ebenfalls die Klossaer Männer von den übrigen drei Teams nicht zu schlagen. 16 Sekunden benötigten sie für Hin- und Rückweg im zweiten Versuch. Sie lagen schon nach der ersten Runde ganz vorn (16,52), doch dann kamen die Bad Boys auf 16,47 im zweiten Anlauf. Kurzerhand gingen die Klossaer erneut an die Startlinie und verbesserten sich, vor allem durch die bessere Technik an der Wende. (miz)
 
 

 

Herzberg 18.08.2003

Kutschen-Premiere in Arnsnesta

Arnsnesta. Als die Pferde in Arnsnesta einzogen, stürmten die Leute vom Festplatz zum Straßenrand, um sich einen guten Platz zu sichern. Denn die Kutschenparade durch den Ort wollten sie sich nicht entgehen lassen.

 

 

Das Hindernisrennen bot Spannung, auch für die Zuschauer.

Foto: Foto: sn

 

Zum ersten Mal organisierten die Arnsnestaer diese Art von Veranstaltung, die schon Wochen im voraus viel Arbeit kostete. Aus Annaburg, Großnaundorf, Herzberg, Züllsdorf, Klossa und Dautschen-Last waren die Pferdeliebhaber angereist, um mit ihren Kutschen in der Parade mitzuwirken. Einer von ihnen war Erhard Pieper vom Reitverein in Züllsdorf, der die alte Postkutsche vom Baujahr 1928 mit einem Vierergespann Haflinger präsentierte. Neben ihm auf dem Kutschbock saß Ortsbürgermeisterin Regina Köhler als «Christel von der Post» . Der Züllsdorfer ist dabei, einen alten Brauereiwagen aufzubauen, nur sucht er noch verzweifelt alte hölzerne Fässer.
Die Pferdefreunde aus Klos-sa fuhren im Marathonwagen vor. Den Zug komplettierten Einzelreiter André Bär und Michaela Linke aus Arnsnesta sowie drei Jeßnigker Reiter. Alles in allem eine Augenweide für die Zuschauer. Unter den großen schattenspendenden Eichen nahmen die Gäste vor der großen Koppel Platz. Andere wieder wählten einen Sonnenplatz, um das Geschehen beim Kutschengeschicklichkeitsfahren mitzuverfolgen.
Schmunzeln, als Moderator Ralf Richter aus Lindwerda, seit 12 Jahren selbst Pferde züchter, meinte: «Pferd gesund, Wagen ganz, auf den Mann kann gesetzt werden.» In diesem Moment öffnete das Wettbüro.
Interessant wurde es dann, als die ersten Kutschen den Parcours durchfuhren. Verschiedene Hindernisse mussten gemeistert werden. Getestet wurde hier vor allem die Geschicklichkeit von Kutscher, Beifahrer und Pferden. Der Sieger, Thomas Hensel aus Klossa, stand schnell fest. Um die nachfolgenden Plätze mussten Karl Heinz Thiele, Volker Rabe und Daniel Hissung dann noch einmal ins Stechen gehen. Sogar ein zweites Stechen war erforderlich. Mit Pokalen und Sekt gingen die Sieger vom Platz, für alle Teilnehmer gab es Tankgutscheine und natürlich Futter für die Pferde.
S. Nittmann

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 28.07.2003

Wenn Höhe oder auch Zeit entscheiden

Gräfendorf. Reitsport kann nur zum Erfolg führen, wenn Mensch und Tier gut harmonieren. Immer und immer wieder verwies Hans-Georg Löwe am Wochenende auf diese Maxime. Als Sprecher des Reitturniers in Gräfendorf war das Ehrenmitglied des Reit- und Fahrvereins Gräfendorf darauf bedacht, den Zuschauern die Tücken und Besonderheiten des Pferdesports näher zubringen. Doch dem aufmerksamen Betrachter dürfte auch so nicht entgangen sein, dass nur viel Fleiß und Übung auf dem Parcours zum gewünschten Ergebnis führen.

 

 

Heimvorteil allein reicht nicht. Helmut Neumann musste sich mit seinen Haflingern und dem Team geschlagen geben. Er schaffte es aber auf den dritten Platz.
Foto: Foto: sg
28. Juli 2003 01:09:28
 

Pferde, die vor einem Hindernis scheuen, Reiterinnen, die abgeworfen wurden oder Gespanne, die andere Wege suchten als die vom Kutscher anvisierten, gehörten daher ebenso in den Programmablauf wie glückliche Sieger. Zu letzteren durften sich Doreen Bauer auf «Falke» aus Züllsdorf und Jennifer Taege auf «Agatha» aus Brandis zählen. Die beiden Reiterinnen gewannen die Konkurrenz im so genannten E- sowie im A-Springen. Den Unterschied zwischen den Wettbewerben machte nicht die Anzahl der insgesamt neun Hindernisse aus, sondern deren eingestellte Höhe. Während das A-Springen für fortgeschrittenere Pferde und Reiter angedacht war, konnten sich im E-Springen unerfahrene Teilnehmer erproben.
«Sowohl Pferd als auch Reiter müssen sich langsam an die Höhen herantasten» , verdeutlichte Löwe gegenüber der RUNDSCHAU. Ein so genannter Doppelsprung ist nach seinen Worten für die Tiere leichter zu bewältigen als der Steilsprung. Dass die Aussagen des Fachmanns ins Schwarze trafen, war unschwer zu erkennen. Nahezu jedes Pferd riss an diesem Hindernis eine der aufgelegten Stangen einmal.
Weniger auf Höhe, als vielmehr auf die gefahrene Zeit kam es beim zweiten Höhepunkt des Samstags, dem Hindernisfahren, an. Elf Gespanne aus Gräfendorf, Klossa, Züllsdorf, Herzberg und Dautzschen/Last hatten sich dazu zur zweiten Auflage des Turniers in Gräfendorf eingefunden. Unterteilt in Klein- und Großpferde, unterschieden sie sich nur durch die eigene Körpergröße. Das angesetzte Stockmaß für Kleinpferde reichte dabei bis zu 1,47 Meter. Vierbeiner die größer waren, fielen in die zweite Konkurrenz.
Der abgesteckte Parcours aber war für alle gleich. Derweil half offensichtlich auch der Heimvorteil nichts, den Gräfendorfs Vereinsvorsitzender Helmut Neumann mit seinen Haflingern hatte. In beiden Kategorien am Start, reichte es für ihn statt zum Sieg «nur» zu Rang drei. Siegerlorbeeren ließen sich zum Ende der Veranstaltung vielmehr Mirko Thiele aus Klossa bei den Kleinpferden und Daniel Hissung bei den Großen anheften. Neben einem Pokal gab es zudem noch etwas Futter für die eigentlichen Arbeiter dieses Tages.
Mit der Veranstaltung glauben die Organisatoren aus Gräfendorf einen guten Mix getroffen zu haben. Denn mit dem Kranzreiten am Sonntag Nachmittag konnte das gesamte Spektrum des Pferdesports aufgezeigt werden. An einer erfolgreichen Fortführung des Turniers besteht daher kaum ein Zweifel.

von Sven Gückel

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 05.07.2003

Pferdesport bei den Nachbarn

Klossa. Um den Pokal der Elbe-Elster RUNDSCHAU geht es heute wieder ab 14 Uhr beim traditionellen Kutschenhindernisrennen in Klossa (Altkreis Jessen). Mehr als 20 Starter haben ihr Kommen zugesichert, so dass rassiger Pferdesport zu erleben sein wird.

05.07.2003
Im Rahmenprogramm sind Vol tigiervorführungen, ein Springturnier und die Abschlussparade zu erleben. (red)

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 04.07.2003

Hinderniszeitfahren in Klossa

Klossa. In Klossa im Nachbaraltkreis Jessen steigt am Wochenende das diesjährige Dorffest. Im Mittelpunkt stehen wie immer die Pferde, und der Höhepunkt ist am Sonnabend das 4. Große Hinderniszeitfahren um den Pokal der Elbe-Elster RUNDSCHAU.

04.07.2003

Heute Abend beginnt das Fest um 19 Uhr mit einer Ballonfahrt ab Ortsausgang in Richtung Schweinitz. Der Auszug zum Festplatz mit dem Schweinitzer Spielmannszug schließt sich dem an.
Am Sonnabend beginnt die große Pferdeveranstaltung um 14 Uhr mit dem zweiten kleinen Springturnier um den Pokal der Agrargenossenschaft Holzdorf und 16 Uhr mit dem Hinderniszeitfahren. Zu sehen sind im Rahmenprogramm auch eine Fohlenschau mit zehn verschiedenen Rassen, einen Vierergespannzug aus Züllsdorf mit Postkutsche und Voltigieren einmal anders. Die Ehrung der Sieger und die Abschlussparade erfolgen um 18 Uhr. Ab 20 Uhr ist dann Tanz im Zelt mit der Pat-Beat Coverband, und um 22.15 Uhr tritt die Tanzgruppe «Estelle» des Jessener SV 53 auf.
Der Sonntag wird um 10 Uhr mit einem Frühschoppen und dem Luftgewehrpreisschießen eingeläutet. Um 11 Uhr gibt es «Spaß und Satire aus den Alltag in Klossa.» Ab 13 Uhr wird alles versteigert, was der Mensch so braucht oder auch nicht braucht.
An allen drei Tagen ist für die gastronomische Versorgung im Festzelt und auf dem Platz der Pferdeveranstaltung gesorgt. Der Klossaer Heimatverein freut sich auf zahlreiche Besucher. (red/ru)
 
 

 

Elsterwerda 06.05.2003

Kutschenparade: Da schlägt das Herz

Herzberg. Hufgetrappel in wirkungsvollster Form – das gab es am Sonntag beim Tierparkfest zu erleben.

06.05.2003
20 Kutschenführer und mehrere Reiter waren bei der 2. Auflage der Kutschenparade zu sehen. Der Korso durch die Innenstadt am Rathaus vorbei faszinierte auch in diesem Jahr wieder die vielen Gäste an den Straßenrändern und anschließend im Park. Ingo Graßmann vom Reit- und Fahrverein Gräfendorf hatte dafür gesorgt, dass gleich an zwei Stellen – vorm Rathaus und im Park – die Kutschen, Gespannführer und Pferde näher vorgestellt werden konnten. Bei hochsommerlichem Wetter erfreuten die prächtig rekonstruierten Kutschen viele Herzen. Unter den Modellen waren Gefährte, die bereits 100 Jahre alt sind oder unmittelbar vor diesem historischen Jubiläum stehen.
Zu einer schönen Tradition ist es auch geworden, dass selbst Gäste aus den Altkreisen Jessen und Finsterwalde den Weg in die Kreisstadt finden. Der Tröbitzer Fritz Socher begeisterte mit seinem Jagdwagen genauso wie etwa Erhard Pieper aus Züllsdorf mit der Postkutsche oder Mirco Thiele aus Klossa mit dem Einkaufs- und Ausfahrwagen. Mit viel Liebe zum Detail waren die Landauer und Marathonwagen hergerichtet worden und bestachen wie Victoria und Vi sa Vis genauso. Da sah man Hochzeitskutschen, edle englische Kumts und auch Arbeitskumts.
Stolz hatte der Friesenhengst «Wietze» von Susanne Mahlo den Umzug angeführt, gefolgt von jungen Reiterinnen des Reitclubs «Am Schappin» .
Ihnen allen zollten die Besucher viel Beifall für die Pflege der alten Traditionen und ihren liebevollen Umgang mit den edlen Rössern. Der Landhandel Höhne und das Deuka-Kraftfuttermischwerk hatten in diesem Jahr die Kutschenparade wieder unterstützt, in dem sie was zu «Futtern» für Tier und Mensch sponserten. Die Organisatoren sagen allen Teilnehmern herzlich Danke.
Von Frank Claus

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

05.05.2003

Tierparkfest – was für eine Sause!

Herzberg. Ehrlich, so etwas haben selbst alte Tierparkfest-Hasen noch nicht erlebt: An allen fünf Tagen – und erstmals dauerte das große Spektakel der Herzberger so lange – war der Besucherstrom riesig.

05.05.2003
Auch das schlechte Wetter am Samstag trübte die Stimmung nicht. Alle Veranstaltungen im Festzelt und auch auf der Wiese waren überaus stark besucht.
Schausteller-Chef Alfons Sperlich sagte gestern Abend zwar etwas müde, aber mit nicht zu übersehenden Lachfältchen im Gesicht: «So voll war der Park noch nie, so wahr ich Alfons heiße!»
Die Kutschenparade am Nachmittag lockte hunderte Besucher ins Stadtzentrum. Zwanzig Gefährte aus der Region Herzberg und aus Klossa im Nachbarkreis Wittenberg waren gekommen und boten ein sehenswertes Schauspiel.
Pferde und Kutschen waren herrlich anzusehen – und wer mag des denjenigen verdenken, die oben auf dem «Bock» saßen, dass sie ganz einfach nur stolz darauf waren, mitmachen zu können.
Moderiert von RUNDSCHAU-Lokalchef Frank Claus erfuhr das Publikum zu jedem einzelnen Gefährt viel Interessantes. Schließlich war von allen Eigentümern und Pferdefreunden viel Mühe dafür aufgewendet worden, diesen schmucken Anblick bieten zu können. An dieser Stelle also auch ein Dankeschön an alle!
Zu einem Massenandrang führte gestern am späten Nachmittag auch das Entenrennen auf dem Grochwitzer Teich.
Etwas langsamer als im Vorjahr setzten sich die Kunststoff-Tierchen, angetrieben durch mächtige «Feuerwehr-Sprudel» , in Bewegung. Doch dann gab es am Ende nur eine Gewinnerin – Katarina Nittmann aus Herzberg. Sie erhält den Hauptpreis – ein Jahr lang kostenlos Renault Clio fahren.
Die komplette Gewinnerliste erscheint in der morgigen RUNDSCHAU-Ausgabe
Von Frank Claus
und Gabi Zahn

 

Quelle: www.lr-online.de

 


 

Herzberg 19.02.2003

Im Herzen immer noch jung geblieben

Margarete und Paul Lehmann freuen sich, dass nicht nur die Familie, sondern so viele Freunde und Bekannte zur Diamantene Hochzeit gratulierten.Schmielsdorf.

Im Herzen immer noch jung geblieben
Foto: Foto: sn
19. Februar 2003 01:06:30
 

Vor 60 Jahren, es lag übrigens ein wenig Schnee und der eisige Wind fegte mit fast 20 Grad minus über das Land, schritten Margarete und Paul in Kurzig (heute Polen) zum Standesamt. Nach dem Ja-Wort trugen beide den Familiennamen Lehmann. «Da es eine Kriegstrauung war, standen die Soldaten, als wir aus der Kirche kamen, Spalier und schossen Salut» , erinnerte sich der Jubilar. Dies bedeutete auch, dass Paul Lehmann in Uniform heiratete. Seine junge Braut trug damals ein weißes Kleid, welches ihre Mutter selbst nähte, und als Strauß gab es Tulpen. Kennengelernt hatten sich beide in der Wirtschaft, in der seine Frau damals in Stellung war und für die Soldaten, die dort stationiert waren, Brot austeilte.

 

Nur durch seine Verletzungen gelang es Paul Lehmann, wenigstens in die Nähe der Heimat zu kommen. Daraufhin wurde er dann in Jüterbog aus dem Kriegsdienst entlassen und konnte nach Hause, wo er auch schon im Sommer nach der Hochzeit seine Frau hinterherholte. Dort arbeiteten beide in der eigenen Wirtschaft, versorgten Kühe, Schweine und alles, was dazugehörte.

 

Die Zeit des Krieges brachte auch für das junge Paar Leid und Kummer. Als dann aber die Kinder Ilse, Edeltraud, Lothar und Christel Jahr für Jahr die Familie vergrößerten, gab es kaum noch einen Moment der Ruhe. Sie sorgten fortan für Leben und Stimmung. Heute ist das Diamantene Paar, welches übrigens zusammen 174 Lebensjahre auf die Waage bringt, ganz besonders stolz auf die zehn Enkel sowie die vier Urenkel. Gemeinsam mit der Familie und vielen Freunden feierten sie gestern in Klossa bei Tochter Ilse und Enkel Eckbert.


Serena Nittmann

Quelle: www.lr-online.de

 


 

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